Samstag, November 26, 2022
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Journalist zu drei Monaten Haft verurteilt, weil er die britische Hongkong-Flagge geschwenkt hat

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Ein Journalist aus Hongkong wurde zu drei Monaten Gefängnis verurteilt, weil er letztes Jahr in einem Einkaufszentrum während der Übertragung der olympischen Siegerehrung für den Fechter Edgar Cheung Ka-long die Flagge von Großbritannien und Hongkong geschwenkt hatte.

Paula Leung Yan-ling, 42, schwenkte am 26. Juli 2021 im APM-Einkaufszentrum die Flagge aus der Kolonialzeit, als während der Preisverleihung die chinesische Nationalhymne auf einer großen Leinwand gespielt wurde.

Der Journalist wurde festgenommen und wegen Beleidigung der Nationalhymne angeklagt, weil er die Flagge aus der Kolonialzeit geschwenkt hatte, die seit der Übergabe der Stadt 1997 nicht mehr verwendet wurde.

Das Amtsgericht von Kwun Tong hat am Donnerstag die erste Verurteilung nach der Nationalhymnenverordnung gefällt, nachdem sich Frau Leung der Anklage schuldig bekannt hatte.

Kritiker befürchten, dass die chinesische Regierung das im Juni 2020 nach den pro-demokratischen Protesten in Kraft getretene Gesetz missbrauchen würde, um Dissens gegen die Regierung einzudämmen.

Nach dem Gesetz kann jeder, der des Missbrauchs oder der Beleidigung der Hymne für schuldig befunden wird, mit bis zu drei Jahren Gefängnis und einer Geldstrafe belegt werden.

Die amtierende Hauptrichterin Amy Chan Wai-mun sagte bei der Urteilsverkündung, die Reporterin sei gut vorbereitet in das Einkaufszentrum gekommen, um die Nationalhymne und die SAR-Flagge zu beleidigen und zu entweihen, heißt es Der Standard.

Der Richter fügte hinzu, dass Frau Leung absichtlich Konflikte zwischen Menschen mit einer anderen politischen Haltung angestiftet habe, die gewalttätig hätten werden können.

„Der Angeklagte handelte in der Eigenschaft eines Reporters. (Verurteilung) zeigt, dass Reporter keinen Freibrief bekommen, um das Gesetz zu brechen“, sagte der Richter.

Während die Haftstrafe zunächst auf viereinhalb Monate festgesetzt wurde, wurde sie später auf drei Monate verkürzt.

Anfang September wurde ein Mann wegen Volksverhetzung verhaftet, nachdem er bei einer Mahnwache für Königin Elizabeth II. Mundharmonika gespielt hatte, unter einem Gesetz aus der Kolonialzeit, das einst die Beleidigung des Monarchen verbot.

Leo V.
Leo V.
Ich arbeite seit ca. 4 Jahren als Redakteurin in Bereichen wie Politik, Unterhaltung, Technik und Sport. Sie können an theaktuellenews@hotmail.com schreiben, um mich zu erreichen.
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