Freitag, Juni 24, 2022
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Jugend im Visier: Steinmeier fordert Zwangsdienst

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Bundespräsident Steinmeier fordert die Einführung einer Jugenddienstpflicht. Diese sollen eine Zeit lang im sozialen Bereich oder beim Militär arbeiten.

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier unterstützt die Einführung der Wehrpflicht im sozialen Bereich oder in der Bundeswehr für alle jungen Frauen und Männer. „Ich weiß, dass es nicht einfach wird, aber ich wünschte, wir hätten eine Debatte über die Sozialzeit“, sagte er der Bild am Sonntag.

Die Frage nach der Dauer eines solchen Dienstes ließ Steinmeier offen: „Ich habe bewusst Zwangszeit gesagt, weil es kein Jahr sein muss. Man kann auch einen anderen Zeitraum wählen. Es ist eine Frage, ob es das nicht wäre.“ gut für unser Land sein, wenn sich Frauen und Männer für eine gewisse Zeit in den Dienst der Gesellschaft stellen“.

Die Pflichtzeit soll in der Bundeswehr ebenso abgeleistet werden wie in der Altenpflege, in Behinderteneinrichtungen oder Obdachlosenunterkünften. Nach Ansicht des Bundespräsidenten könnte Zwangszeit die Demokratie und den gesellschaftlichen Zusammenhalt stärken:

„Gerade jetzt, in einer Zeit, in der das Verständnis für andere Lebensentwürfe und Meinungen schwindet, kann eine Zeit sozialer Verpflichtung besonders wertvoll sein. Man tritt aus seiner Blase heraus, trifft ganz andere Menschen, hilft Bürgern in Not. Das baut Vorurteile ab.“ und stärkt den Gemeinschaftsgeist“.

Steinmeier hingegen hält die Wiedereinführung der Wehrpflicht nicht für sinnvoll: „Ich bin für die Wehrpflicht, solange es sie gibt. Sie wurde ausgesetzt, jetzt haben wir eine Bundeswehr mit ganz anderen Strukturen. Ich nicht.“ empfehlen, die alte Wehrpflichtdiskussion wieder zu eröffnen, um aufzulegen.“

Allerdings erlebt das Land derzeit ein wachsendes Verständnis dafür, dass Menschen eine gewisse Zeit damit verbringen, für die Gemeinschaft zu arbeiten und sich zu beteiligen. Die Politik sollte dies mit einer Debatte über die Sozialzeit ansprechen.

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