Samstag, Dezember 10, 2022
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Kälte erschwert die Arbeit Gas kann nach einem Zugunglück nicht kontrolliert abbrennen

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In Niedersachsen kollidiert ein Güterzug mit einem wartenden Zug, dabei entweicht explosives Propangas. Nun behindert die Kälte die Arbeit der Einsatzkräfte und das Gas kann vorerst nicht weiter abgefackelt werden. Im Notfall müssen alternative Lösungen in Betracht gezogen werden.

Nach dem schweren Unfall zweier Güterzüge in Leiferde im niedersächsischen Landkreis Gifhorn erschwert die Kälte die Arbeit der Einsatzkräfte. Das Abfackeln des explosiven Propangases aus einem umgestürzten Kesselwagen sei nun vorerst gestoppt worden, sagte ein Feuerwehrsprecher. Die Experten der Werkfeuerwehr bereiteten es noch einmal vor – sie prüften, ob die Temperatur ausreichte. Ansonsten werde es „weitere Überlegungen“ geben, eine Lösung stehe aber noch nicht fest.

Auch eine zweite Fackel ist in Vorbereitung. Zuvor hatte der NDR berichtet. Angesichts der Kälte reichte der Druck nicht aus, um das Gas kontrolliert zu verbrennen. Laut Feuerwehrsprecher muss es vom flüssigen in den gasförmigen Zustand übergehen. Das Gas war zuvor aus den umgestürzten Kesselwagen abgepumpt worden, was aber aufgrund der schiefen Lage der Waggons nur zur Hälfte möglich war. Das Abbrennen des restlichen Gases könnte mehrere Tage dauern.

Der Unfall ereignete sich am vergangenen Donnerstag auf der Bahnstrecke zwischen Hannover und Berlin. Zuerst hielt ein Güterzug an einem Signal. Nach Erkenntnissen der Ermittler hatte ein Mitarbeiter der Deutschen Bahn die Strecke fälschlicherweise für einen anderen Güterzug freigegeben. Dieser Zug mit 25 mit Propangas gefüllten Kesselwagen kollidierte mit dem stehenden Zug. Vier Waggons stürzten auf die Seite, zwei wurden so stark beschädigt, dass das Gas entwich. Auch die Oberleitung wurde beschädigt. Der Lokführer wurde leicht verletzt.

Nach Angaben der Deutschen Bahn bleibt die Strecke bis mindestens 27. November gesperrt. Züge werden umgeleitet. Bahnreisende müssen sich weiterhin auf Ausfälle und Verspätungen einstellen. Eine Möglichkeit, die Waggons aufzuwärmen, sei, sie mit warmem Wasser zu besprühen, sagte der Feuerwehrsprecher. Die Deutsche Bahn hat jedoch Bedenken geäußert, weil das Wasser den Boden aufweicht und die Bergung mit Kränen erschwert. Eine Bergung ist jedoch erst möglich, wenn das brennbare Gas abgebrannt ist.

Leo V.
Leo V.
Ich arbeite seit ca. 4 Jahren als Redakteurin in Bereichen wie Politik, Unterhaltung, Technik und Sport. Sie können an theaktuellenews@hotmail.com schreiben, um mich zu erreichen.
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