Sonntag, September 19, 2021
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Kampagnen-Newsblog Umfrage: Viele Wähler sind noch unentschlossen

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Die Zahl der unentschlossenen Wähler ist vor den diesjährigen Parlamentswahlen höher als bei früheren Wahlen. Dafür sind offenbar die Spitzenkandidaten verantwortlich. Alle Infos im Newsblog.

Mehr als 60 Millionen Deutsche sind aufgerufen, am 26. September einen neuen Bundestag zu wählen. Angela Merkel stellt sich nicht mehr zur Wahl, stattdessen macht Armin Laschet Wahlkampf für die Union. Er tritt gegen Olaf Scholz (SPD) und Annalena Baerbock (Grüne) für das Kanzleramt an. Lesen Sie die Kurzprofile der Wahlprogramme der CDU, das Grüne und das SPD.

Knapp zwei Wochen vor der Bundestagswahl ist die Zahl der unentschlossenen Wähler laut einer Umfrage höher als bei früheren Wahlen. Laut einer am Dienstag veröffentlichten Allensbacher Umfrage der “Frankfurter Allgemeinen Zeitung” wissen nur 60 Prozent der Wähler, die sich für die Wahl entschieden haben, wen sie unterstützen werden. Vor vier Jahren lag dieser Wert bei 65 Prozent, 2013 waren es sogar 76 Prozent.

Als wichtigsten Grund für ihre Unentschlossenheit nennen 63 Prozent der Befragten die Spitzenkandidaten, von denen keiner überzeugte. Zudem sind 56 Prozent der Meinung, dass alle Parteien derzeit kein gutes Bild abgeben.

Bei der Bundestagswahl am 26. September wird laut Umfrage mit einer hohen Wahlbeteiligung gerechnet. 87 Prozent der Wahlberechtigten planen, ihre Stimme abzugeben. 72 Prozent der Befragten geben an, unbedingt teilnehmen zu wollen.

Laut einer Umfrage des GMS-Instituts für Sat1 verliert die CSU weiter an Rückhalt. Demnach konnte die CDU-Schwesterpartei bei der Bundestagswahl in Bayern nur 28 Prozent erreichen und damit einen Prozentpunkt gegenüber der Vorwoche abgeben. Die SPD gewinnt mittlerweile drei Prozentpunkte und landet bei 18 Prozent, während die Grünen unverändert bei 17 Prozent liegen.

Demnach kommt die FDP auf zwölf (bisher: 13) Prozent, die AfD auf elf (zehn) und die Linke auf vier (drei) Prozent. Die Freien Wähler, die Bayern mit der CSU regieren, kommen unverändert auf sechs Prozent. Die anderen Parteien machen vier Prozent aus.

AfD-Fraktionschefin Alice Weidel verteidigt Vorbehalte gegen die doppelte Staatsbürgerschaft bei der Einbürgerung. Ab einem bestimmten Punkt sollte man sich verpflichten, sagt Weidel in der ARD. “Dass man sich dort, wo man wohnt, auch zugehörig fühlt. Das ist der Grundgedanke.”

Die AfD hat nichts gegen die doppelte Staatsbürgerschaft, wenn man voll integriert ist. Wenn ausländische Staatsbürger einen positiven Beitrag zur deutschen Gesellschaft leisten, sollten sie auch ein Recht auf die deutsche Staatsbürgerschaft haben. Dies gilt jedoch nicht für Menschen, die die deutsche Sprache nicht sprechen, die sich in Parallelgesellschaften – zum Beispiel in islamischen Parallelgesellschaften – befinden und sich nicht integrieren wollen.

Der frühere SPD-Chef Sigmar Gabriel hält eine rot-grün-rote Koalition nach der Bundestagswahl für sehr unwahrscheinlich. “Olaf Scholz ist ein Sozialliberaler, mit der Linken hat er nichts zu tun. Weder Scholz noch die Grünen werden einem Bündnis mit der Linken zustimmen”, sagte er der “Rheinischen Post” (Dienstag).

Stattdessen rechnet Gabriel mit einer Ampelkoalition aus SPD, Grünen und FDP. “Nach aktuellen Umfragen kommt nur eine Ampelkoalition in Frage.” Gabriel erwartet, dass seine Partei gewinnt. “Wenn man zwei Wochen vor der Wahl auf dem Vormarsch ist, wird sich der Rückgang beschleunigen. Für eine weitere Trendwende müsste noch viel passieren.” sagte er und bezog sich auf die Umfrageergebnisse der Union. “Am Ende wollen viele Wähler einfach bei den Gewinnern sein.”

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) sieht weiterhin Chancen für die Union, die Bundestagswahl zu gewinnen und strebt ein politisches Amt an. „Ja, ich will ein Büro“, sagte Spahn am Montag in Düsseldorf am Treffpunkt der „Rheinischen Post“. Es kann nur von einem Büro aus geformt werden. “Das ist auch das Ziel nach dem 26. September.” Spahn gehört nicht zum achtköpfigen sogenannten “Zukunftsteam”, das Unionskanzlerkandidat Armin Laschet (CDU) Anfang September zum Endspurt des Wahlkampfs präsentierte.

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