Freitag, Februar 3, 2023
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"Kampfpanzer werden wichtig" Militärexperte sieht Russland wieder gestärkt

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Im vergangenen Herbst konnte die Ukraine den russischen Invasoren mit Gegenoffensiven schwere Niederlagen zufügen. Der Schweizer Militärexperte Masuhr glaubt jedoch, dass Russland seine damalige Schwäche überwunden hat. Westliche Panzerlieferungen kämen also zum richtigen Zeitpunkt.

Laut einem Militärexperten aus der Schweiz hat Russland im Krieg gegen die Ukraine eine Schwächephase überwunden. „Wir steuern auf eine Situation zu, in der Kampfpanzer eine wichtige Rolle in der Verteidigung und Gegenoffensive spielen“, sagt Niklas Masuhr, Forscher am Center for Security Studies der ETH Zürich. Seit dem Herbst hat Russland seine Position verbessert, zum Beispiel durch den Aufbau von Verteidigungslinien.

Die Nachrüstung ukrainischer Panzer wird erschwert, weil Russland beispielsweise viele Fabriken und Produktionslinien für Panzermunition zerstört hat. Die Nato-Staaten haben bereits alte Reserven zur Verfügung gestellt. Entsprechend rückten nun auch westliche Kampfpanzer wie der in Deutschland gefertigte Leopard oder der Abrams aus den USA in den Fokus. Nach Informationen aus Koalitionskreisen hat die Bundesregierung am Dienstagabend nach wochenlangem Hin und Her der Lieferung von Leopard-Panzern zugestimmt.

Mit mindestens 100 westlichen Panzern könne die Ukraine eine Panzerbrigade nach westlichem Vorbild ausrüsten, sagte Masuhr. „Aber Kampfpanzer sind keine Wunderwaffe. Sie müssen im Verbund eingesetzt und repariert und mit Munition bestückt werden.“ Der Experte wies auch auf einen logistischen Albtraum für die Ukraine hin, wenn die Lieferungen nicht gut koordiniert werden. Auch unterschiedliche Versionen des gleichen Typs bedeuteten zusätzliche Herausforderungen.

„Damit sich die Ukraine längerfristig wehren kann, ist es wichtig, dass das Logistiksystem nicht zu kompliziert wird“, sagte Masuhr. Besonders hilfreich für die Ukraine wäre es wohl, wenn Teile westlicher Panzer teilweise über die Grenzen hinaus gewartet und repariert würden – wie es bei Artilleriegeschützen bereits der Fall ist.

Zum Kriegsverlauf sagte der Militärexperte: „Die Ukraine hat ihre bisherigen Gegenoffensiven in russischen Schwächephasen vor allem im Herbst durchgeführt. Seitdem hat sich Russland aber konsolidiert und hat auf Kommandoebene eine ruhige Hand. “ Die Ukraine könne sich auch nicht darauf verlassen, dass „russische Mängel aus dem ersten Jahr zwangsläufig wiederholt werden“. Der Krieg dauert seit Februar letzten Jahres an.

Leo V.
Leo V.
Ich arbeite seit ca. 4 Jahren als Redakteurin in Bereichen wie Politik, Unterhaltung, Technik und Sport. Sie können an theaktuellenews@hotmail.com schreiben, um mich zu erreichen.
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