Montag, August 15, 2022
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Kansas stimmt für Abtreibungsrechte

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Die Wähler in Kansas haben in einem Referendum für das Recht auf Abtreibung gestimmt. Die Republikaner wollten Abtreibungen einschränken, scheiterten aber deutlich.

Die Menschen in Kansas haben entschieden: Nach Auszählung fast aller abgegebenen Stimmen stimmten gut 60 Prozent für den Abtreibungsschutz in der Landesverfassung. 39 Prozent stimmten dagegen. Hätten die Wähler dagegen gestimmt, hätte die Regierung von Kansas die Abtreibungsrechte einschränken können.

Obwohl das Ergebnis vorläufig ist, kann es als ein durchschlagender Sieg für die Pro-Choice-Befürworter in einem sehr konservativen Staat angesehen werden. Umfragen im Vorfeld hatten ein deutlich knapperes Ergebnis vorhergesagt.

Das Referendum in Kansas ist das erste seiner Art, seit der Oberste Gerichtshof der USA im Juni das damals verfassungsrechtlich geschützte Abtreibungsrecht in den USA gekippt hat. Seitdem ist es den Staaten überlassen, über Abtreibungsrechte zu entscheiden.

Das Referendum sendet also ein gewisses Signal aus. In mehreren republikanisch regierten Staaten bereiten die Behörden strengere Abtreibungsgesetze vor. In anderen Bundesstaaten wie Kalifornien und Kentucky werden die Bürger im November über das Thema abstimmen, zeitgleich mit den Zwischenwahlen zum Kongress.

Abtreibung ist derzeit in Kansas bis zu etwa 22 Wochen legal. Ein Urteil des Supreme Court in dem rund drei Millionen Einwohner zählenden Bundesstaat hat dies auch 2019 bestätigt. Damit wird der mehrheitlich konservativ regierte Bundesstaat zu einer Art Zufluchtsort für Schwangere aus Nachbarstaaten wie Missouri, Oklahoma und Texas, in denen Abtreibungen bis auf wenige Ausnahmen verboten sind.

Das überwiegend ländliche Kansas gilt als konservativer Staat. Der Republikaner Donald Trump erhielt bei der Präsidentschaftswahl 2020 56 Prozent der Stimmen. 29 der 40 Senatoren von Kansas und 86 der 125 Mitglieder des Repräsentantenhauses sind Republikaner. Allerdings ist die Gouverneurin die Demokratin Laura Kelly.

Kurz nachdem US-Präsident Joe Biden das Ergebnis der Abstimmung via Twitter bekannt gegeben hatte, kam eine erste Reaktion: Es sei ein wichtiger Sieg für Kansas, aber auch für jeden Amerikaner, der glaubt, dass Frauen in der Lage sein sollten, ihre eigenen Gesundheitsentscheidungen ohne Einmischung der Regierung zu treffen.



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Abgel T
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Ich arbeite seit ca. 3 Jahren als Redakteurin in Bereichen wie Politik und Sport. Sie können an theaktuellenews@hotmail.com schreiben, um mich zu erreichen.
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