Mittwoch, Dezember 8, 2021
StartNACHRICHTENKatastrophe in Sibirien Dutzende Tote und Verletzte durch Explosion in einer Mine

Katastrophe in Sibirien Dutzende Tote und Verletzte durch Explosion in einer Mine

- Anzeige -


Bei einem Brand in einer russischen Mine kamen mehrere Menschen ums Leben. Dutzende sind immer noch in der Grube gefangen. Präsident Putin spricht von einer „Tragödie“.

Bei einem schweren Unfall in einem russischen Kohlebergwerk in Westsibirien sind mindestens elf Menschen ums Leben gekommen. Außerdem starben mindestens drei Rettungskräfte, wie der Gouverneur der Region Kemerowo, Sergej Ziwiljow, am Donnerstag mitteilte.

Es befinden sich noch 35 Personen in der Grube, zu denen kein Kontakt hergestellt wird. Die Rettungsarbeiten wurden wegen Explosionsgefahr vorübergehend unterbrochen. Zudem sei nach Angaben des Ministeriums für Bevölkerungsschutz der Kontakt zu mehreren Rettungskräften abgebrochen.

Aus dem Schacht „Listwjaschnaja“ im Kohlebecken Kusnezk (Kusbass) wurden insgesamt 239 Arbeiter gerettet; mehr als 49 von ihnen mussten in Krankenhäusern behandelt werden, teilte der Gouverneur mit. In der Mine hatte sich am Morgen eine Explosion aus zunächst unbekannter Ursache ereignet. Ziwiljow begann eine dreitägige Trauer in der Region – von diesem Freitag bis Sonntag.

Der Zustand der Bergleute im Schacht ist noch unklar. Die Minenstollen seien stark verraucht, hieß es. Die Arbeiter konnten sich nicht retten. Dies teilte Gouverneur Ziwiljow nach einer Videokonferenz mit dem russischen Katastrophenschutzminister Alexander Chuprijan mit. Der Minister reiste auch in die Region. Ziwilev besuchte am Abend die Verletzten im Krankenhaus und traf sich nach eigenen Angaben mit Familienangehörigen der Bergleute.

Die Explosion soll sich in einer Tiefe von 250 Metern ereignet haben. Der russische Präsident Wladimir Putin sprach den Angehörigen der Opfer der „Tragödie“ sein Beileid aus und ordnete Hilfe für Hinterbliebene und Überlebende an. „Leider wird die Lage nicht einfacher. Es besteht auch Lebensgefahr für die Rettungskräfte“, sagte Putin. „Wir hoffen, dass wir so viele Menschen wie möglich retten können.“

Die Arbeit im Kohlebergbau in Russland gilt als lebensgefährlich. Durch Verstöße gegen elementare Sicherheitsvorschriften kommt es immer wieder zu schweren Unfällen. Methangas zum Beispiel explodiert oft. Das hochentzündliche Grubengas wird bei Arbeiten im Bergbau freigesetzt und sammelt sich bei schlechter Belüftung in den Schächten und Trassen.

ZUGEHÖRIGE ARTIKEL

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here

Anzeige

Am beliebtesten

Letzte Kommentare