Sonntag, November 28, 2021
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Katastrophe in Sibirien – mehr als 50 Tote bei Explosion in russischer Mine

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Bei einem Minenunglück kamen zahlreiche Menschen ums Leben. Die Verantwortlichen der Einrichtung wurden bereits festgenommen. Präsident Putin spricht von einer „Tragödie“.

Beim schwersten Bergwerksunglück in Russland seit Jahren starben in Westsibirien 52 Menschen. Das berichteten die staatlichen Stellen Tass und Ria Nowosti am Donnerstagabend unter Berufung auf die Rettungsdienste. Darunter waren sechs Rettungskräfte, die bei Sucharbeiten im Bergwerk ums Leben kamen.

Aus dem Schacht „Listwjaschnaja“ im Kusnezker Kohlebecken (Kusbass) seien insgesamt 239 Arbeiter gerettet worden, mehr als 49 von ihnen mussten in Krankenhäusern behandelt werden, teilte der Gouverneur mit. In der Mine hatte sich am Morgen eine Explosion aus zunächst unbekannter Ursache ereignet. Ziwiljow begann eine dreitägige Trauer in der Region – von diesem Freitag bis Sonntag.

Der Zustand der Bergleute im Schacht war zunächst unklar. Die Minenstollen seien stark verraucht, hieß es. Die Arbeiter konnten sich nicht retten. Dies teilte Gouverneur Ziwiljow nach einer Videokonferenz mit dem russischen Katastrophenschutzminister Alexander Chuprijan mit. Der Minister reiste auch in die Region.

Nach Angaben der Ermittler wurden der 47-jährige Bergwerksdirektor, sein Stellvertreter und ein Abteilungsleiter festgenommen. Sie müssten sich wegen Verstößen gegen die Arbeitsvorschriften verantworten.

Ziwilev besuchte am Abend die Verletzten im Krankenhaus und traf sich nach eigenen Angaben mit Familienangehörigen der Bergleute.

Die Explosion soll sich in einer Tiefe von 250 Metern ereignet haben. Der russische Präsident Wladimir Putin sprach den Angehörigen der Opfer der „Tragödie“ sein Beileid aus und ordnete Hilfe für Hinterbliebene und Überlebende an. „Leider wird die Lage nicht einfacher. Es besteht auch Lebensgefahr für die Rettungskräfte“, sagte Putin. „Wir hoffen, dass wir so viele Menschen wie möglich retten können.“

Die Arbeit im Kohlebergbau in Russland gilt als lebensgefährlich. Durch Verstöße gegen elementare Sicherheitsvorschriften kommt es immer wieder zu schweren Unfällen. Methangas zum Beispiel explodiert oft. Das hochentzündliche Grubengas wird bei Arbeiten im Bergbau freigesetzt und sammelt sich bei schlechter Belüftung in den Schächten und Trassen.

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