Mittwoch, November 30, 2022
StartNACHRICHTENKein Einwand gegen G20-Text Russland lässt Kriegskritik wohl stehen

Kein Einwand gegen G20-Text Russland lässt Kriegskritik wohl stehen

- Anzeige -


Üblicherweise wird bereits vor Beginn des Treffens am Abschlussdokument eines Gipfels gearbeitet. Westliche Diplomaten berichten, dass Russland in der G20-Erklärung einer Verurteilung des Ukraine-Krieges zustimmen könnte. Es wird vermutet, dass mangelnde Unterstützung aus China eine Rolle spielt.

Russland ist offenbar bereit, die Aufnahme einer Passage, die den Krieg gegen die Ukraine verurteilt, in die Abschlusserklärung des G20-Gipfels zu akzeptieren. Laut einem westlichen Diplomaten wird der russische Angriff eindeutig als Krieg bezeichnet und nicht als militärische Spezialoperation, wie es Kreml-Chef Wladimir Putin normalerweise tut. Die Zustimmung Russlands zum Textentwurf gilt als mögliches Zeichen dafür, dass Moskau in der G20-Gruppe nicht einmal mehr auf die Unterstützung seines mächtigen Partners China zählen kann, wenn es um die Ukraine geht.

Außenminister Sergej Lawrow hatte zuvor angedeutet, dass Russland Zugeständnisse machen werde. Putins Vertreter auf dem Gipfel sagte in einem Video aus seinem Ministerium, dass die Abschlusserklärung angenommen werde. „Wir haben dieses Jahr auch den Krieg in der Ukraine erlebt, der die Weltwirtschaft weiter in Mitleidenschaft gezogen hat“, heißt es in dem Entwurf, auf den sich die Chefunterhändler der Gruppe der großen Wirtschaftsnationen (G20) geeinigt haben.

Laut dem Bericht des Abends akzeptierte Russland auch, dass die Abschlusserklärung aus einer Resolution der Vereinten Nationen zum Krieg zitiert wird. Darin wird der Krieg scharf verurteilt und Russland aufgefordert, seine Truppen abzuziehen. Putins Chefunterhändler soll auch zugestimmt haben, dass der Einsatz von Atomwaffen in der Abschlusserklärung als unzulässig bezeichnet werden soll. Bisher hat sich Russland jedoch nicht offiziell zu dem Wortlaut in der Abschlusserklärung geäußert.

Am morgigen Dienstag beginnt offiziell der zweitägige G20-Gipfel auf Bali. Neben der EU die Länder Deutschland, Argentinien, Australien, Brasilien, China, Frankreich, Großbritannien, Indien, Indonesien, Italien, Japan, Kanada, Mexiko, Russland, Saudi-Arabien, Südafrika, Südkorea, Türkei und die USA vertreten sind.

Leo V.
Leo V.
Ich arbeite seit ca. 4 Jahren als Redakteurin in Bereichen wie Politik, Unterhaltung, Technik und Sport. Sie können an theaktuellenews@hotmail.com schreiben, um mich zu erreichen.
ZUGEHÖRIGE ARTIKEL

Kommentieren Sie den Artikel

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein!
Bitte geben Sie hier Ihren Namen ein

Anzeige

Am beliebtesten

Letzte Kommentare