Dienstag, Januar 31, 2023
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Keine Angaben zu Aktivisten Polizei meldet 70 verletzte Beamte in Lützerath

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Die Polizei zieht Bilanz des Einsatzes in Lützerath: 70 Beamte wurden verletzt, aber nicht alle bei Zusammenstößen mit Aktivisten. Über die Zahl der verletzten Aktivisten liegen keine Angaben vor. Unterdessen wird die Räumung am Sonntag fortgesetzt.

Im Zusammenhang mit den Protesten gegen die Räumung des Dorfes Lützerath in Nordrhein-Westfalen sind nach Angaben der Polizei seit Mittwoch mehr als 70 Beamte verletzt worden. Ein Sprecher der Aachener Polizei sagte, ein Teil davon sei auf den Einsatz einer Großdemonstration am Samstag zurückzuführen. Die Verletzungen sind auf Auseinandersetzungen mit Klimaaktivisten sowie Fehltritte aufgrund der Bodenbeschaffenheit oder anderer Umstände zurückzuführen. Die meisten Beamten sind noch arbeitsfähig.

Bei den Protesten von Kohlegegnern am Samstag gab es unter den Demonstranten nach Angaben der Initiative „Lützerath Leben“ „zahlreiche Schwerverletzte“, in einem Fall sogar eine lebensgefährliche Verletzung. Auf den Feldern vor Lützerath ging die Polizei mit „massiven Schlagstöcken, Pfefferspray, gepanzerten Fahrzeugen, Wasserwerfern, Hunden und Pferden“ gegen die Klimaaktivisten vor. Konkrete Zahlen zu den am Samstag verletzten Aktivisten nannte die Polizei nicht.

Am Samstag demonstrierten im Nachbarort Keyenberg viele tausend Menschen gegen die Räumung und den Abriss von Lützerath – darunter auch die schwedische Klimaaktivistin Greta Thunberg. Die Polizei sprach von insgesamt 15.000 Protestteilnehmern. Der Umweltverband BUND, einer der Organisatoren, sprach von 35.000 Demonstranten, die Initiative „Alle Dörfer bleiben“ sogar von 50.000. Am Rande der Demonstration kam es zu Zusammenstößen zwischen Demonstranten und der Polizei. Auf beiden Seiten wurden Menschen verletzt.

Die Beamten wollen den Braunkohlestandort an diesem Sonntag weiter räumen. „Es wird den ganzen Tag weitergehen“, sagte ein Sprecher. „Einige Baumstrukturen werden noch geprüft.“ In Lützerath halten sich laut Polizei nur noch wenige Aktivisten auf. Die Zahl der Personen wird auf einen einstelligen Wert geschätzt. Nach Angaben eines lokalen Aktivisten befinden sich noch etwa 20 Personen auf dem Gelände.

Große Teile des Geländes waren am frühen Morgen beleuchtet. Bagger fuhren auf das Gelände, um weitere Gebäude abzureißen. Die Polizei, die den Ort sichert, fuhr immer wieder Streife. Die Feuerwehr überprüfte regelmäßig ein Lüftungsgerät in einem Tunnel, in dem zwei Aktivisten ausharren sollen. Insgesamt blieb es nachts ruhig.

Der abgesperrte Ort im Rheinischen Revier wurde seit Mittwoch von der Polizei geräumt. Die wenigen Gebäude in der Siedlung werden abgerissen, damit der Energiekonzern RWE die darunter liegende Braunkohle abbauen kann. Aktivisten wollen das verhindern. Im Zuge des seit Mittwoch laufenden Einsatzes in Lützerath gab es laut Polizei rund 150 Strafverfahren unter anderem wegen Widerstands gegen Polizisten, Sachbeschädigung und Landfriedensbruch.

Leo V.
Leo V.
Ich arbeite seit ca. 4 Jahren als Redakteurin in Bereichen wie Politik, Unterhaltung, Technik und Sport. Sie können an theaktuellenews@hotmail.com schreiben, um mich zu erreichen.
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