Freitag, Januar 21, 2022
StartNACHRICHTENKeine gesonderte Impfpflicht Lauterbach: Booster kann Wände in steile Hügel verwandeln

Keine gesonderte Impfpflicht Lauterbach: Booster kann Wände in steile Hügel verwandeln

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Bundesgesundheitsministerin Lauterbach fordert Auffrischungsimpfungen, da nur diese wirksam vor der Omikron-Variante schützen würden. Er appelliert auch an diejenigen, die nicht geimpft sind, sich zu solidarisieren und sich impfen zu lassen. Die Theorien eines großen Philosophen sollten dabei helfen.

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach hat ungeimpfte Menschen in Deutschland angesichts der hochansteckenden Omicron-Variante des Coronavirus zum Umdenken aufgefordert. „Ich appelliere an Ihren gesunden Menschenverstand, ich appelliere an Ihre Solidarität“, sagte der Bundestag. „Viele von uns bringen große Opfer, um sie zu schützen. Bitte nutzen Sie die Gelegenheit zumindest für die erste Impfung.“

Lauterbach wies darauf hin, dass ungeimpfte Menschen – und insbesondere ältere Menschen – durch die Omikron-Variante besonders gefährdet seien. Doch nur eine Auffrischimpfung bietet einen umfassenden Schutz vor Infektionen und schweren Erkrankungen. Die neue Bundesregierung hat deshalb von Anfang an eine offensive und groß angelegte Kampagne gestartet, für die ausreichend Ärzte und Impfstoffe zur Verfügung stehen.

Dafür kaufte das Bundesgesundheitsministerium zusätzlich 55 Millionen Dosen. „Der Impfstoff steht jedem zur Verfügung, der eine Auffrischimpfung möchte“, sagte Lauterbach. Mit dieser Aktion ist es möglich, „aus der Wand der Omikron-Welle einen steilen Hügel zu machen oder zumindest die Wandhöhe zu begrenzen“.

Im dritten Jahr der Pandemie werde sich entscheiden, ob Corona ein endemisches Virus mit geringer Sterblichkeit und geringer Bedrohung der Gesundheitsversorgung sowie mit weniger Leid und Tod werde „oder ob wir diese Chance verpassen“, sagte der Minister. „Wir müssen alles tun, damit es kein viertes Jahr mehr gibt, das eine ähnliche Bedrohung für unsere Gesellschaft darstellt.“

Lauterbach sprach sich in seiner Rede erneut für eine Impfpflicht aus. Wer die Impfung verweigere, „verletze sogar den moralischen Imperativ des kategorischen Imperativs im Sinne von Immanuel Kant“. Denn eine solche Verweigerung könne „niemals die Handlungsmaxime für uns alle sein“.

Lauterbach stellt jedoch bei den Beratungen im Bundestag keinen eigenen Antrag auf die geplante Impfpflicht. „Ich habe mich entschieden, keinen eigenen Vorschlag zu präsentieren, sondern neutral zu bleiben“, sagte Lauterbach dem Nachrichtenportal „ThePioneer“. Sein Haus unterstütze Abgeordnete „im Sinne eines loyalen Dienstleisters“, damit sie ihre Anträge so gestalten können, dass sie rechtlich haltbar sind und ihren Zweck erfüllen. Als Abgeordneter will Lauterbach später entscheiden, welchen Antrag er unterschreibt. In der Sache stehe er „Schulter an Schulter“ mit Bundeskanzler Olaf Scholz: „Wir sind klare Befürworter einer Impfpflicht.“

Auch der Bundesgesundheitsminister äußerte die Erwartung, dass nach Omikron weitere Varianten von Corona auftreten könnten. Es gibt kaum Spezialisten in der wissenschaftlichen Literatur, die davon ausgehen, dass Omikron die letzte Variante sein wird. „Auch in Zukunft müssen wir mit gefährlichen und besonders ansteckenden Varianten rechnen.“ Durch die Anpassung der Impfstoffe ist auch in Zukunft ein Schutz vor schweren Erkrankungen und Todesfällen zu erwarten.

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