Montag, Januar 30, 2023
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Keine reine Männerdomäne mehr Immer mehr Menschen besitzen einen Jagdschein

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Auch in den Corona-Jahren machen viele Menschen in Deutschland ihren Jagdschein unter erschwerten Bedingungen. Die Zahl der Eigentümer hat in den letzten Jahrzehnten stark zugenommen. Auch Frauen sind zunehmend dabei.

In Deutschland besitzen immer mehr Menschen einen Jagdschein. In der Jagdsaison 2021/22 (1. April bis 31. März) seien es knapp über 400.000 Männer und Frauen gewesen, teilte der Deutsche Jagdverband auf der Internationalen Grünen Woche mit. Das sind fast 7.000 mehr als in der Vorsaison. 1991/92 besaßen bundesweit knapp 320.000 Menschen einen Jagdschein.

Den Angaben zufolge gehen auch immer mehr Frauen auf die Jagd. „Jagd ist zum Glück keine reine Männerdomäne mehr, es ist ähnlich wie bei der Feuerwehr“, sagte der stellvertretende Hauptgeschäftsführer des Jagdverbandes, Torsten Reinwald. Mittlerweile sind laut Verband elf Prozent der Jagdscheinbesitzer in Deutschland weiblich. In den Jagdlehrgängen seien derzeit 28 Prozent Frauen – „steigende Tendenz seit 2011“.

Nach Angaben des Jagdverbandes waren die Ausbildungsbedingungen während der Corona-Zeit erschwert, da ein Präsenzunterricht nicht durchgehend möglich war. „Trotzdem hat sich die Zahl der Prüflinge kaum verändert“, sagte Reinwald. „Jagdinteressierte Menschen wünschen sich intensive Naturerlebnisse. Corona hat diesen Wunsch natürlich noch weiter vorangetrieben, als alle viel in den eigenen vier Wänden waren.“

Um einen Jagdschein zu erhalten, muss eine staatliche Prüfung bestanden werden. Dazu gehören laut Jagdverband beispielsweise der Artenschutz, die Verhütung von Tierseuchen und Wildschäden sowie die Hilfe bei Wildunfällen.

Bezogen auf die Einwohnerzahl gibt es die meisten Jäger in Mecklenburg-Vorpommern (8,6 pro 1000 Einwohner), gefolgt von Schleswig-Holstein (7,6) und Niedersachsen (7,5). In Deutschland kommen den Angaben zufolge 4,9 Personen mit Jagdschein auf 1000 Einwohner.

Laut Jagdstatistik werden in Deutschland jedes Jahr Millionen Tiere erlegt. Dazu gehört zum Beispiel die Nutria Nutria. Das Nagetier gehört weltweit zu den 100 problematischsten invasiven Arten. Nutrias können einheimische Arten und Ökosysteme schädigen.

Die Jagd ist auch eine Freizeitbeschäftigung. Organisationen wie der Verein „Wildtierschutz Deutschland“ fordern die Abschaffung der Hobbyjagd.

Leo V.
Leo V.
Ich arbeite seit ca. 4 Jahren als Redakteurin in Bereichen wie Politik, Unterhaltung, Technik und Sport. Sie können an theaktuellenews@hotmail.com schreiben, um mich zu erreichen.
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