Dienstag, September 27, 2022
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Kinder auf Flößen ausgesetzt? Griechen weisen Pushback-Vorwürfe zurück

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Dutzende Migranten sind auf einem Boot vom Libanon nach Italien. Als ihnen das Benzin ausgeht, bitten sie die griechische Küstenwache um Hilfe. Anstatt Unterstützung zu erhalten, wurden die Flüchtlinge auf Flößen ausgesetzt. Fünf Kinder sterben. Die Türkei erhebt schwere Vorwürfe.

Die griechische Küstenwache hat Behauptungen der Türkei zurückgewiesen, sie habe Dutzende von Migranten auf Flößen im Mittelmeer zurückgelassen und dabei den Tod mehrerer Kinder riskiert. „Die Aussage der türkischen Küstenwache wird kategorisch dementiert“, hieß es in einer Mitteilung am späten Dienstagabend. Vielmehr ereignete sich der Vorfall in türkischen Hoheitsgewässern. Ihre eigenen Beamten hätten damit nichts zu tun, betonte das Hauptquartier der griechischen Küstenwache.

Die türkische Küstenwache sagte zuvor, sie habe 73 Migranten im Mittelmeer gerettet, die von griechischen Behörden illegal zurückgedrängt worden seien. Sechs Menschen – darunter zwei Kleinkinder und drei ältere Kinder – seien tot aufgefunden worden, berichtete der staatliche Nachrichtensender TRT am Dienstagabend unter Berufung auf die nationale Küstenwache. Außerdem werden fünf Personen vermisst.

Nach Angaben der Türkei waren die Migranten in einem 15 Meter langen Holzboot vom Libanon nach Italien unterwegs. Als das Benzin ausging, baten sie die griechische Küstenwache vor der Insel Rhodos um Hilfe. Stattdessen setzten sie die Migranten auf vier Rettungsinseln in der Nähe der türkischen Küstengewässer ab. Der Vorfall ereignete sich am Dienstagabend.

Griechenland wird immer wieder sogenannte Pushbacks – also das illegale Zurückschieben von Migranten – in die Türkei vorgeworfen. Athen weist die Vorwürfe regelmäßig zurück und spricht von sogenannten „Pushforwards“, mit denen Migranten von türkischen Sicherheitskräften auf dem Land- oder Seeweg nach Griechenland gedrängt werden, um in die EU zu gelangen.

(Dieser Artikel wurde erstmals am Mittwoch, den 14. September 2022 veröffentlicht.)

Leo V.
Leo V.
Ich arbeite seit ca. 4 Jahren als Redakteurin in Bereichen wie Politik, Unterhaltung, Technik und Sport. Sie können an theaktuellenews@hotmail.com schreiben, um mich zu erreichen.
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