Montag, Dezember 6, 2021
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Kölner Umzug am Faschingsmontag Karnevalshochburgen umstritten

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Der diesjährige Karnevalsauftakt stieß angesichts von Corona bundesweit auf Kritik. Dennoch kritisieren mehrere Städte Düsseldorfs Entscheidung, die Sitzung erst im Mai zu feiern. Eine „Jahrhunderte alte Tradition“ wird nicht einfach verschoben, die Stadt agiert nur aus wirtschaftlichen Gründen.

Crash zwischen den rheinischen Karnevalshochburgen: Die Verschiebung des Düsseldorfer Rosenmontagsumzugs hat in Köln zu einem Streit mit den Karnevalisten geführt. Die anderen großen Karnevalshochburgen im Rheinland haben eine Verschiebung der Session klar abgelehnt. „Der Karneval ist kein reines Party-Event, das beliebig geplant und verschoben werden kann. Es ist ein jahrhundertealter Brauch und bewegt sich als solcher in einem festen Zeitrahmen“, erklärte das Festkomitee Kölner Karneval. Laut Kirchenkalender endet das Fest „unweigerlich“ am Aschermittwoch mit Beginn der Fastenzeit.

Vertreter der rheinischen Karnevalsstädte Köln, Aachen und Bonn haben sich am Vormittag mit Vertretern der Landesregierung getroffen, um die Karnevalssitzung 2022 weiter zu planen. Auch die am Vortag bekannt gewordene Entscheidung des Düsseldorfer Karnevalsausschusses, den Rosenmontagsumzug auf den 8. Mai zu verlegen, wurde diskutiert. Der neue Termin eröffne die Möglichkeit, den Düsseldorfer Rosenmontagsumzug in gewohnter Weise mit Tausenden von Zuschauern am Straßenrand durchzuführen, hieß es zur Begründung. Die Entscheidung habe die Karnevalsstädte „überrascht und irritiert“, hieß es in der Mitteilung.

„Es ist mehr als traurig, dass in Düsseldorf rein wirtschaftliche Gründe dafür sorgen, dass alle Zollregeln über Bord geworfen werden“, kritisierte das Festkomitee. Köln hat in den letzten Jahren gezeigt, dass Karneval mehr sein kann als „bunte Partys und kommerzielle Events“. Schon vor einiger Zeit war festgelegt worden, dass der Rosenmontagszug unter 2G-Bedingungen stattfinden soll – nur für Geimpfte und Genesene. Die Planungen werden jedoch laufend den aktuellen Entwicklungen angepasst. Wenn die Pandemie-Situation nichts anderes zulässt, würden auch diesmal kreative Lösungen gefunden.

Der Karneval startete nach Angaben der Stadt Köln vom Donnerstag am 11. November. keinen signifikanten Einfluss auf den Corona-Infektionsverlauf unter 2G-Bedingungen. Anstelle eines „plötzlichen“ Anstiegs der Inzidenzen ist eine „eher stetige Fortsetzung des bisher bestehenden kontinuierlichen Anstiegs“ zu beobachten.

Demnach lassen sich 426 positive Corona-Fälle auf den elften im elften zurückverfolgen. In den allermeisten Fällen verläuft die Krankheit mild. 80 Prozent der Infizierten hielten sich nach eigenen Angaben bei Feierlichkeiten hauptsächlich in Innenräumen auf.

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