Mittwoch, Dezember 1, 2021
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Kommission will Einheitlichkeit Der digitale Impfausweis soll in der EU neun Monate gültig sein

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Die EU-Kommission will einheitliche Regeln für die Gültigkeit des digitalen Impfausweises einführen. Als Zeitraum dafür schlägt sie neun Monate vor. Ohne Auffrischimpfung ist sie dann nicht mehr gültig. Die von der EU verordneten Impfdosen würden dies ermöglichen.

Als Voraussetzung für die weitere Gültigkeit des digitalen Covid-Zertifikats der EU hat die EU-Kommission eine Auffrischimpfung gegen Corona vorgeschlagen. „Wir schlagen eine Gültigkeitsdauer von neun Monaten für den EU-weiten Impfausweis vor, danach verliert er ohne Nachweis einer Auffrischimpfung seine Gültigkeit“, sagte Justizkommissar Didier Reynders in Brüssel.

Dieser Zeitraum berücksichtigt die Richtlinien des Europäischen Zentrums für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten (ECDC) zur Auffrischungsdosis nach sechs Monaten und lässt jedem Land weitere drei Monate Zeit, um die Impfkampagnen anzupassen, fügte Reynders hinzu. Er betonte, dass dies Vorschläge seien und dass die Mitgliedstaaten selbst entscheiden können, wie sie den digitalen Impfpass genau verwenden. Die Kommission schlägt vor, dass die neuen Vorschriften am 10. Januar 2022 in Kraft treten. Der Vertrag mit den Impfstoffherstellern Pfizer und Biontech über 1,8 Milliarden Dosen ermöglicht Auffrischimpfungen in der gesamten EU, so die Kommission.

Die Brüsseler Behörde will mit ihren Vorschlägen die Reisefreiheit in der EU garantieren und ein einheitliches Vorgehen der Mitgliedsstaaten fördern. „Wir sehen ein klares Risiko, dass unterschiedliche Vorgehensweisen in den Ländern das Vertrauen in das System des Corona-Impfausweises gefährden und die Freizügigkeit innerhalb der Union behindern könnten“, sagte Reynders.

Die Gültigkeitsdauer von neun Monaten bis zu einer Auffrischimpfung soll auch für Staatsangehörige aus Drittstaaten gelten, die für sogenannte „nicht unbedingt notwendige“ Reisen, also aus privaten Gründen, in die EU kommen. Die Europäische Kommission hat weitere Regelungen für Einreisende aus Ländern außerhalb der EU vorgeschlagen. Nur Personen mit einer Bescheinigung über eine vollständige Impfung mit von der EU oder der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zugelassenen Impfstoffen dürfen einreisen. Reisende, die mit einem Impfstoff geimpft wurden, der nicht von der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) zugelassen ist, benötigen künftig zusätzlich einen negativen PCR-Test. „Um aus einem Drittland in die Europäische Union einreisen zu können, muss man sich impfen lassen“, sagte Innenkommissarin Ylva Johansson. Die Regeln sollen im März 2022 in Kraft treten, fügte sie hinzu.

Innerhalb der EU sind die Projekte in den einzelnen Mitgliedsstaaten zur Regulierung von Auffrischimpfungen und zur Pflicht zur Teilimpfung derzeit sehr unterschiedlich. Frankreich etwa kündigte am Donnerstag an, dass die Auffrischimpfung ab Mitte Januar verpflichtend sein wird, um fünf Monate nach der zweiten Impfung den Status „geimpft“ zu erhalten. Ab Samstag können sich dort alle ab 18 Jahren auffrischen lassen. In Österreich soll ab Februar eine Impfpflicht für die Allgemeinbevölkerung gelten. Griechenland forderte, die Auffrischungsimpfungen in das digitale EU-Zertifikat aufzunehmen.

Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen bekräftigte, dass sechs Monate nach der Impfung eine Auffrischimpfung erfolgen sollte. „Wir müssen dafür sorgen, dass die bisher Geimpften immun bleiben“, sagte sie.

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