Freitag, August 12, 2022
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Kommt "Kaufmann des Todes" frei? Russland bereit, über den Austausch von Griners zu verhandeln

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Die Verurteilung des Basketballspielers Griner verschafft Russland eine gute Verhandlungsposition beim Austausch von in den USA inhaftierten Russen. Es wird über einen Deal spekuliert, der den Waffenhändler Bout befreien würde. Die Moskauer Regierung hat sich erstmals zu dem Thema geäußert.

Nach Angaben von Außenminister Sergej Lawrow ist Russland bereit, mit Washington über einen Gefangenenaustausch für die am Donnerstag verurteilte US-Basketballerin Brittney Griner zu verhandeln. Moskau sei „bereit, über das Thema zu sprechen“, sagte Lawrow auf einer Pressekonferenz während eines Besuchs in Kambodscha. Allerdings muss ein zwischen den beiden vereinbarter direkter Kommunikationskanal zwischen den Präsidenten Wladimir Putin und Joe Biden aufrechterhalten werden.

Über einen Gefangenenaustausch im Fall Griner wird schon länger spekuliert. Laut Verteidigung wird dieser Schritt nach Bekanntgabe des Gerichtsurteils auch rechtlich möglich. Biden hatte Griners Frau letzten Monat versichert, dass Washington an der Angelegenheit arbeite.

US-Außenminister Antony Blinken sagte vergangene Woche, die Vereinigten Staaten hätten in Moskau ein ernsthaftes Angebot zur Freilassung inhaftierter US-Bürger gemacht – darunter Griner und Ex-Soldat Paul Whelan. Im Gegenzug will die US-Regierung laut einem Insider den verurteilten Waffenhändler Viktor Bout, bekannt als „Dealer of Death“, an Russland ausliefern.

Russland hatte sich zuletzt nicht zu Spekulationen über einen Gefangenenaustausch geäußert. Man solle keine Verhandlungen in der Presse führen, sagte der Sprecher des russischen Präsidenten Dmitri Peskow. Die USA erklärten kürzlich, Moskau verlange im Gegenzug unter anderem die Freilassung des Russen Wadim K., der in Deutschland wegen des Tiergarten-Mordes zu lebenslanger Haft verurteilt wurde.

Griner wurde am Donnerstag wegen Drogenschmuggels zu neun Jahren Haft verurteilt. Das Gericht befand den 31-Jährigen des Schmuggels und des Besitzes einer „erheblichen Menge“ von Drogen für schuldig, sagte der Richter. Laut Urteil eines Gerichts im Moskauer Vorort Chimki soll Griner die neunjährige Haftstrafe in einer Strafkolonie verbüßen. Sie wurde zudem zu einer Geldstrafe von einer Million Rubel (rund 16.000 Euro) verurteilt.

Im Februar – kurz vor Beginn des russischen Militäreinsatzes in der Ukraine – wurde sie nach ihrer Ankunft auf dem Moskauer Flughafen Scheremetjewo festgenommen. In ihrem Gepäck wurden Kartuschen für E-Zigaretten mit Cannabisöl gefunden. Die Menge entsprach laut Staatsanwaltschaft weniger als einem Gramm Cannabis in fester Form.

Leo V.
Leo V.
Ich arbeite seit ca. 4 Jahren als Redakteurin in Bereichen wie Politik, Unterhaltung, Technik und Sport. Sie können an theaktuellenews@hotmail.com schreiben, um mich zu erreichen.
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