Samstag, Oktober 1, 2022
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Kommunale Versorger in Not Söder und Weil fordern ein Rettungspaket für Stadtwerke

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Deutschlands Stadtwerke rechnen im kommenden Jahr mit deutlich höheren Strompreisen. Das könnte die kommunalen Unternehmen in Bedrängnis bringen. Die Ministerpräsidenten Söder und Weil denken bereits über ein Rettungspaket nach.

Die Ministerpräsidenten von Bayern und Niedersachsen, Markus Söder und Stephan Weil, haben ein Rettungspaket für die von der Energiekrise bedrohten Stadtwerke gefordert. Der Schutzschirm der Bundesregierung für Großunternehmen müsse auf Stadtwerke ausgeweitet werden, sagte der SPD-Politiker Weil der „Bild am Sonntag“. CSU-Chef Söder sagte der gleichen Zeitung: „Wir brauchen einen Rettungsschirm wie Corona, natürlich auch für die Stadtwerke. Sonst gehen bald die Lichter aus.“

Weil betonte, dass die Stadtwerke in einer schwierigen Lage seien. Sie müssten immer mehr für den Bezug von Energie zahlen, könnten diese Preise aber nur verzögert weitergeben und müssten Zahlungsausfälle ihrer Kunden befürchten.

„Wir brauchen einen Schutzschirm, um Zahlungsschwierigkeiten abzuwenden“, heißt es in einer Stellungnahme des Verbands kommunaler Unternehmen (VKU) für die Mediengruppe Bayern. Auch der Hauptgeschäftsführer des Städte- und Gemeindebundes, Gerd Landsberg, warnte in der „BamS“: „In vielen Stadtwerken sind es 5 bis 12. Wenn sie nicht mehr handlungsfähig sind, ist die Versorgung der Bürger gefährdet .“

CDU-Vize Andreas Jung sagte der Mediengruppe Bayern, die Stadtwerke seien ebenso systemrelevant wie der Gasimporteur Uniper. Der Bund sollte die Verantwortung nicht einseitig auf die Länder und Kommunen abwälzen. „Wir brauchen jetzt ganz schnell einen Schutzschirm für die Stadtwerke aus Liquiditätshilfen, ein KfW-Bürgschaftsprogramm und einen zuverlässigen Insolvenzschutz“, forderte Jung.

Die Stadtwerke rechnen wegen der hohen Energiepreise mit vielen Zahlungsausfällen ihrer Kunden. Zahlreiche Stadtwerke rechneten mit Einbußen von bis zu 8, manche bis zu 15 Prozent, die dann „bedrohlich“ würden, sagte der Hauptgeschäftsführer des Verbandes kommunaler Unternehmen (VKU), Ingbert Liebing, im Gespräch mit den Funke-Zeitungen an der Ende August.

Leo V.
Leo V.
Ich arbeite seit ca. 4 Jahren als Redakteurin in Bereichen wie Politik, Unterhaltung, Technik und Sport. Sie können an theaktuellenews@hotmail.com schreiben, um mich zu erreichen.
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