Freitag, Juni 24, 2022
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"Koordiniert und geplant" Zwei rechte Milizen "entscheidend" im Kapitolsturm

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Ein Komitee arbeitet seit einem Jahr an der Erstürmung des US-Kapitols im Januar 2021. Das Gremium klagte nicht nur Ex-Präsident Trump erneut an, sondern auch zwei rechte Milizen: Die „Proud Boys“ und die „Oath Keepers“ sollen für den Angriff ausschlaggebend gewesen sein.

Nach Erkenntnissen des für die Untersuchung des Anschlags zuständigen Ausschusses waren im vergangenen Jahr zwei rechte Milizen ausschlaggebend für die Erstürmung des US-Kapitols. Der Vorsitzende des Gremiums, Bennie Thompson, sagte, die Proud Boys seien mit etwa 250 bis 300 Mitgliedern zum Kapitol marschiert, um ihren „koordinierten und geplanten“ Angriff durchzuführen. Die „Proud Boys“ hätten am 6. Januar 2021 die ersten Sicherheitsabsperrungen gestürmt, sagte Thompson am Donnerstag (Ortszeit) bei der ersten öffentlichen Sitzung des Gremiums des Repräsentantenhauses.

Auch die zweite rechtsradikale Gruppierung, die „Oath Keepers“, deren Mitglieder zum Teil in voller Kampfmontur kamen, sei ausschlaggebend für die Erstürmung des Kapitols gewesen, sagte Thompson. Beide Gruppen hatten zuvor Pläne geschmiedet, um die friedliche Machtübergabe in Washington zu verhindern. Sie hätten mit Blick auf den 6. Januar Unterstützer und Waffen zusammengezogen. Führende Mitglieder der beiden Organisationen, einschließlich ihrer damaligen Führer, wurden nach dem Sturm festgenommen und unter anderem wegen aufrührerischer Verschwörung angeklagt. Die meisten Verfahren laufen noch.

Der Untersuchungsausschuss hat bei der Anhörung auch Ex-Präsident Donald Trump angeklagt. Während der Sitzung zeigte das Panel unter anderem bisher unveröffentlichtes Videomaterial und Ausschnitte aus Interviews mit ehemaligen Mitgliedern der Trump-Administration. Beispielsweise bezeichnete der damalige Generalstaatsanwalt William Barr Trumps Vorwürfe des Wahlbetrugs als „Bullshit“. Ausschussmitglieder warfen Trump vor, mit seinen Betrugsvorwürfen wütende Mobs anzuheizen. Thompson sprach von einem „Putschversuch“ und warnte davor, dass die Demokratie in den USA weiterhin in Gefahr sei.

Am 6. Januar 2021 stürmten Anhänger des damaligen republikanischen Präsidenten Donald Trump den Parlamentssitz in der Hauptstadt Washington. Sie wollten verhindern, dass der Wahlsieg des Demokraten Joe Biden im November 2020 bestätigt wird. Der Angriff auf das Herz der US-Demokratie erschütterte das Land. Der Angriff tötete mehrere Menschen und verletzte Dutzende.

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