Samstag, November 26, 2022
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"Kriminelle kochen nur mit Wasser" Ermittler sind zuversichtlich nach Golddiebstahl in Manching

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Die Fremden brauchen nur neun Minuten, um hunderte wertvolle Goldmünzen aus dem Manchinger Museum zu stehlen. Möglicherweise haben sie die gestohlenen Waren bereits eingeschmolzen. Die Ermittler sind jedoch optimistisch, zumindest die Täter zu finden.

Nach dem Goldraub aus dem Kelten-Römer-Museum in Manching ist die ermittelnde Staatsanwaltschaft zuversichtlich, die Täter ausfindig machen zu können. „Alle Täter kochen mit Wasser und wir haben bereits unsere Mittel und Wege, dem entgegenzuwirken“, sagte Ingolstadts Oberstaatsanwalt Nicolas Kaczynski. „Ich bin optimistisch.“

Das weitere Vorgehen soll mit dem Landeskriminalamt (LKA) abgestimmt werden. Welche konkreten Maßnahmen geplant sind, wollte er jedoch nicht sagen. „Das würde zu weit gehen und ist noch nicht für die Öffentlichkeit bestimmt.“ Wie am Mittwoch bekannt wurde, brauchten die Täter nur neun Minuten, um in das Museum einzubrechen und dort wertvolle Goldmünzen zu stehlen. Die Ermittler vermuten, dass auch die Sabotage des Telefonnetzes, die zum Ausfall des Telefons, des Internets und der Alarmanlage des Museums führte, mit dem Einbruch in Zusammenhang steht. „Das ist ein relativ offensichtlicher Verdacht – ohne sich zu weit aus dem Fenster lehnen zu wollen – dem man nachgehen muss“, sagte Kaczynski. „Ob der Zusammenhang tatsächlich besteht oder nur ein Zufall ist, müssen letztlich weitere Untersuchungen klären.“

Der Fall sei „kein Verbrechen, das man täglich auf dem Schreibtisch hat. Vor allem bei einer Staatsanwaltschaft, die vielleicht nicht zu den größten in Bayern gehört“, sagte er. „Umso mehr ist es für uns eine tolle Aufgabe, einfach zu zeigen, was unsere Kollegen können und sie werden es tun.“

Die Ermittler fahnden auch international nach den Tätern. Kunstdatenbanken wurden über den Diebstahl informiert, falls die Münzen dort auftauchen. Und neben dem Bundeskriminalamt waren laut LKA auch Europol und Interpol beteiligt. Die gestohlenen historischen Münzen haben einen Handelswert von 1,6 Millionen Euro. Ihr reiner Goldwert beträgt rund 250.000 Euro.

Der Direktor der Museen der Stadt Nürnberg, Thomas Eser, geht davon aus, dass die Tat Folgen für die künftige Präsentation von Exponaten haben wird. „Bei dieser besonders barbarischen Art des Kunstraubs – es ist kein Gentlemen’s Art Theft, wie wir ihn aus Hollywood kennen – geht es um den materiellen Wert. Das wird dazu führen, dass wir in Zukunft vorsichtiger mit der Materialität umgehen werden.“ Mit anderen Worten, die Schilder sagen oft nicht mehr aus, dass etwas aus Gold oder Silber ist.

(Dieser Artikel wurde erstmals am Donnerstag, den 24. November 2022 veröffentlicht.)

Leo V.
Leo V.
Ich arbeite seit ca. 4 Jahren als Redakteurin in Bereichen wie Politik, Unterhaltung, Technik und Sport. Sie können an theaktuellenews@hotmail.com schreiben, um mich zu erreichen.
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