Donnerstag, Februar 2, 2023
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"Krisen lassen Wohlstand wachsen" Oxfam fordert Superreichensteuer

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Während viele Menschen nicht wissen, wie sie Lebensmittel und Miete bezahlen sollen, werden die Reichen in den jüngsten Krisen immer reicher. Die Hilfsorganisation Oxfam warnt vor der „größten Zunahme der globalen Ungleichheit seit dem Zweiten Weltkrieg“ – und stellt eine klare Forderung.

Die Hilfsorganisation Oxfam fordert als Folge der Corona-Pandemie und der Inflation von Regierungen weltweit höhere Steuern auf Vermögen und „überhöhte Gewinne“, um den rapiden Anstieg von Armut und Hunger zu stoppen. 828 Millionen Menschen hungern weltweit, sagte die Organisation in einem anlässlich des Weltwirtschaftsforums in Davos veröffentlichten Bericht. Zum ersten Mal seit 25 Jahren haben extremer Reichtum und extreme Armut gleichzeitig zugenommen.

Um der zunehmenden Ungleichheit entgegenzuwirken, fordert Oxfam Deutschland daher die Bundesregierung auf, „übermäßige Krisengewinne von Konzernen“ durch eine Überschusssteuer abzuschöpfen. Außerdem muss die Vermögensteuer in Deutschland erneut erhoben und eine einmalige Abgabe auf „sehr hohe Vermögen“ erhoben werden.

Die daraus resultierenden zusätzlichen Staatseinnahmen müssten in „den Ausbau von Bildungs-, Gesundheits- und sozialen Sicherungssystemen sowie die Stärkung von Frauenrechten“ investiert werden. Dazu sollten auch die Mittel für die Entwicklungszusammenarbeit aufgestockt werden.

Laut Oxfam hat das reichste Prozent der Weltbevölkerung seit Beginn der Corona-Pandemie rund zwei Drittel des globalen Vermögenszuwachses erhalten. Gleichzeitig leben 1,7 Milliarden Arbeitnehmer in Ländern, in denen die Inflation derzeit höher ist als die Lohnsteigerungen.

95 Lebensmittel- und Energieunternehmen haben ihre Gewinne im Jahr 2022 mehr als verdoppelt und Übergewinne in Höhe von 306 Milliarden US-Dollar erzielt, fuhr Oxfam fort. Gleichzeitig erlebe die Welt „die wahrscheinlich größte Zunahme globaler Ungleichheit und Armut seit dem Zweiten Weltkrieg“, kritisierte die Hilfsorganisation unter Berufung auf Daten der Weltbank.

„Während Millionen Menschen nicht wissen, wie sie Lebensmittel und Energie bezahlen sollen, bringen die Krisen unserer Zeit für Milliardäre gigantische Vermögenszuwächse“, sagt Manuel Schmitt, Referent für soziale Ungleichheit bei Oxfam Deutschland. Konzerne und ihre „superreichen“ Haupteigentümer sollen „endlich ihren fairen Beitrag zum Gemeinwohl leisten“.

Leo V.
Leo V.
Ich arbeite seit ca. 4 Jahren als Redakteurin in Bereichen wie Politik, Unterhaltung, Technik und Sport. Sie können an theaktuellenews@hotmail.com schreiben, um mich zu erreichen.
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