Sonntag, Oktober 17, 2021
StartNACHRICHTENKrisengespräch bei Markus Lanz Trittin wünscht Union schnelle Genesung

Krisengespräch bei Markus Lanz Trittin wünscht Union schnelle Genesung

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Er verlor die Bundestagswahl in Berlin. Doch an einen Rücktritt denkt der Berliner CDU-Spitzenkandidat Kai Wegner noch nicht. Wegner ist zusammen mit dem Grünen-Politiker Jürgen Trittin einer der Gäste bei Markus Lanz.

Während SPD, Grüne und FDP weiter über den Beginn der Koalitionsgespräche diskutieren, verhandeln CDU-Politiker über die Zukunft – die eigene und die der Partei. Im Moment stellt sich die Frage, ob die Basis bei der Wahl eines neuen Vorsitzenden miteinbezogen werden soll. Berlins CDU-Chef Kai Wegner findet das richtig, wie er in Markus-Lanz im ZDF betont.

Die CDU befinde sich nun in einem Diskussionsprozess, sagt Wegner. Es geht jetzt nicht um Macht. Dafür fehlt der Union jede Chance. Die CDU müsse dafür kämpfen, bald wieder eine Volkspartei zu sein, eine Partei ohne Klientelpolitik, die die unterschiedlichen gesellschaftlichen Milieus widerspiegele, so der Politiker.

Wegner sieht eine Mitschuld am schlechten Abschneiden der Union bei der Bundestagswahl mit der CSU. „Die Union war immer stark, wenn CDU und CSU gemeinsam gehandelt haben.“ Die Ausfälle von CSU-Chef Markus Söder waren nicht hilfreich. „Es wurden eine Reihe von Fehlern gemacht, die dazu führten, dass die Leute ihr Vertrauen in uns verloren haben.“ Wegner denkt, wie sich die CSU jetzt verhält. Er respektiert auch, dass Armin Laschet noch nicht von seinem Parteivorsitz zurückgetreten ist. Schließlich will er nicht noch einmal für ein Amt kandidieren. Es sei jedoch wichtig, auch auf die Basis zu hören, mahnt Wegner.

Nach seiner eigenen Zukunft gefragt, erklärt er, dass er auch nicht daran denke, zurückzutreten.

Der Führungsmangel in der Union ist ein Problem für Jürgen Trittin von den Grünen. An ein Scheitern der Ampelgespräche glaube er nicht, aber wenn doch, dann „weiß ich nicht, wen ich jetzt bei der Union anrufen soll“. CDU-Chef Armin Laschet will den Weg in die Zukunft der CDU moderieren, doch das reicht Trittin nicht. Es sei jetzt wichtig, dass die Union zu sich selbst findet, sagt Trittin. „Deutschland braucht eine konservative Volkspartei.“ Von dieser Bezeichnung ist die Union derzeit sehr weit entfernt. „Es liegt im Interesse aller Parteien, dass die Union diese Krise schnell überwindet“, sagt Trittin. Das vertraue er allein der CDU zu, sagte der Grünen-Politiker. Bei der Union „als Ganzes“ hält er das jedoch für schwierig.

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