Freitag, Juni 24, 2022
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Kritik am Engagement für Moskau Steinmeier distanziert sich von Schröder

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Er war sein Kanzleramtschef und enger Vertrauter des damaligen Regierungschefs Schröder. Nun aber distanziert sich der heutige Bundespräsident Steinmeier von seinem Parteikollegen – auch persönlich.

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat Altkanzler Gerhard Schröder für seine Geschäftsbeziehungen zu Russland kritisiert. „Das Engagement von Gerhard Schröder für russische Energieunternehmen hat in Europa, insbesondere bei unseren osteuropäischen Nachbarn, viele Fragezeichen hinterlassen, auch mit Blick auf unser Land“, sagte Steinmeier der „Bild am Sonntag“. „Das war nicht gut.“

Vieles, was Schröder während seiner Kanzlerschaft initiiert hat, ist durch sein Verhalten nach seinem Ausscheiden aus dem Amt in den Hintergrund gedrängt worden. Steinmeier machte deutlich, dass dies nicht nur Folgen für Schröder persönlich habe, sondern für ganz Deutschland. In der Vergangenheit arbeitete Steinmeier politisch eng mit seinem Parteikollegen Schröder von der SPD zusammen – von 1999 bis 2005 war er während seiner Regierungszeit Kanzleramtschef.

In dem Interview distanzierte sich der Bundespräsident auch persönlich von ihm: „Wir sind 15 Jahre gemeinsam einen Weg gegangen, und ich gehe meinen politischen Weg seit 17 Jahren ohne ihn. In dieser Zeit hat Gerhard Schröder persönliche Entscheidungen getroffen, die gezogen haben.“ uns auseinander“, sagte Steinmeier. Auch dieses Jahr hat er ihm nicht zu seinem Geburtstag gratuliert.

Schröder wird seit Jahren wegen seines Engagements für russische Staatsunternehmen und seiner engen Beziehung zu Präsident Wladimir Putin kritisiert. Nach dem russischen Angriff auf die Ukraine nahm der Druck auf ihn weiter zu. Steinmeier selbst geriet nach Beginn des russischen Angriffskriegs wegen seiner Russlandpolitik der vergangenen zwei Jahrzehnte in die Kritik. Erst nach langem Zögern räumte er ein, Fehler gemacht zu haben, etwa bei seiner Einschätzung Putins.

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