Montag, September 26, 2022
StartNACHRICHTENKritik an Diskussionskultur Kühnert bestätigt Löschung seines Twitter-Accounts

Kritik an Diskussionskultur Kühnert bestätigt Löschung seines Twitter-Accounts

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Er habe den Account „in den vergangenen Monaten praktisch nicht genutzt“, sagt der SPD-Generalsekretär auf seinem Twitter-Account. Jetzt hat er es gelöscht – und kritisiert die Diskussionskultur auf der Plattform. Er habe eine verzerrte Wahrnehmung der Realität festgestellt, sagt Kühnert.

SPD-Generalsekretär Kevin Kühnert hat die Deaktivierung seines Profils bei Twitter bestätigt und als Grund die schlechte Diskussionskultur auf der Plattform genannt. „Ich habe den Account in den letzten Monaten nicht genutzt. Da muss man einfach selbst das Fazit ziehen und sagen: Das scheint mir nicht das richtige Sende- und Empfangsmedium für meine politische Arbeit zu sein“, sagte er dem Redaktionsnetzwerk Deutschland.

Die Diskussionskultur auf der Plattform führe zu „Falschschlüssen und Fehlern bei politischen Entscheidungen“, begründete Kühnert seinen Rückzug. Also hat er das Konto deaktiviert. „Ich denke einfach, dass die Diskussionskultur, die auf Twitter stattfindet, und auch die Art und Weise, wie die Gesellschaft dort repräsentiert oder gar nicht repräsentiert wird, zu falschen Schlussfolgerungen und Fehlern bei politischen Entscheidungen führt“, sagte er weiter. Zumindest hat er festgestellt, dass er die Realität verzerrt wahrnimmt, wenn er zu viel Zeit auf Twitter verbringt.

Der Twitter-Account des sozialdemokratischen Generalsekretärs ist seit Montag nicht mehr erreichbar. Benutzer, die das Profil mit dem Benutzernamen erstellt haben @KuehniKev sah nur die Meldung: „Dieses Konto existiert nicht.“

Erst am Vormittag war Kühnert bei ntv im „Frühstart“ zu Gast. Dort sagte er, Deutschland werde im nächsten Winter zeigen, „dass es ein starkes Land ist“. Gegen Äußerungen über Panzerlieferungen in die Ukraine erhielt er heftigen Widerstand. Noch habe kein Staat westliche Panzer in das von Russland überfallene Land geliefert, sagte Kühnert. Des Weiteren gelte die Aussage, „dass wir nicht nach und nach in den Krieg hineingezogen werden wollen, dass wir Russland nicht ermutigen wollen, am Ende völlig irrational zu handeln und ganz andere Staaten anzugreifen“. Dies ist ein wichtiger Aspekt der Debatte. Und dieser Aspekt muss immer bedacht werden – „von ganzem Herzen“.



Leo V.
Leo V.
Ich arbeite seit ca. 4 Jahren als Redakteurin in Bereichen wie Politik, Unterhaltung, Technik und Sport. Sie können an theaktuellenews@hotmail.com schreiben, um mich zu erreichen.
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