Mittwoch, Februar 1, 2023
StartNACHRICHTENKritik an Getreideblockade Selenskyj: Mehr als 100 Schiffe sitzen auf dem Bosporus...

Kritik an Getreideblockade Selenskyj: Mehr als 100 Schiffe sitzen auf dem Bosporus fest

- Anzeige -


Mit einem Abkommen wollen Russland und die Ukraine die Lieferung von Getreide sicherstellen. Laut Selenskyj wird die Einigung jedoch von russischer Seite vereitelt. Für viele Länder bedeutet dies soziale Instabilität aufgrund schwankender Nahrungsmittelversorgung.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat eine anhaltende Blockade von Getreidelieferungen durch Russland angeprangert. Mehr als 100 Schiffe auf dem Bosporus in der Türkei könnten derzeit ihre Fahrt nicht fortsetzen, weil die dortigen russischen Vertreter die vereinbarten gemeinsamen Inspektionen verweigerten, sagte Selenskyj in einer Videobotschaft vor einer internationalen Agrarministerkonferenz in Berlin. Die Schiffe würden „wochenlang“ aufgehalten, kritisierte er.

Im Juli wurde unter Vermittlung der Vereinten Nationen und der Türkei ein Abkommen unterzeichnet, das den sicheren Export ukrainischen Getreides durch einen Schutzkorridor im Schwarzen Meer ermöglicht. Diese Vereinbarung wurde im November um vier Monate verlängert. Es sieht gemeinsame Inspektionen der Ladung von Getreideträgern durch Vertreter der UNO, der Türkei, Russlands und der Ukraine vor.

Selenskyj lobte in seiner Botschaft, dass das Abkommen „Millionen Tonnen ukrainischer Produkte zurück auf den Weltmarkt gebracht“ habe. Aufgrund der Fortsetzung des russischen Angriffskrieges und der russischen Blockaden ist das Volumen der ukrainischen Lebensmittelexporte jedoch immer noch halb so gering wie vor dem Krieg, als das Gesamtvolumen dieser Exporte 6,5 Millionen Tonnen pro Monat betrug. Dadurch verliere mindestens 200 Millionen Menschen in Afrika, Asien und Europa die Nahrungsversorgung, so der ukrainische Präsident weiter. Er appellierte an die internationale Gemeinschaft, dass sie „mehr Entschlossenheit und mehr Zusammenarbeit brauchen, um die Aggression zu stoppen, die den Lebensmittelmarkt ruiniert“.

Ohne den russischen Präsidenten Wladimir Putin zu nennen, fügte Selenskyj hinzu, dass die internationale Gemeinschaft „jeden Tyrannen zur Rechenschaft ziehen muss, der versucht, Hunger in ein Instrument politischer Einflussnahme zu verwandeln“. Zur Agrarministerkonferenz an diesem Samstag in Berlin wurden Ressortleiter aus mehr als 70 Ländern erwartet. Die Tagung fand anlässlich der Agrarmesse Grüne Woche statt.

Leo V.
Leo V.
Ich arbeite seit ca. 4 Jahren als Redakteurin in Bereichen wie Politik, Unterhaltung, Technik und Sport. Sie können an theaktuellenews@hotmail.com schreiben, um mich zu erreichen.
ZUGEHÖRIGE ARTIKEL

Kommentieren Sie den Artikel

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein!
Bitte geben Sie hier Ihren Namen ein

Anzeige

Am beliebtesten

Letzte Kommentare