Mittwoch, Februar 8, 2023
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Lambrecht-Nachfolgedebatte: Ramms: Nachfolger „bringen von null auf 100“

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Verteidigungsminister Lambrecht geht, seine Nachfolge ist noch offen. Diese müsse laut Ex-Nato-General Ramms „sofort von null auf 100 gebracht werden“.

Es ist offiziell: Verteidigungsministerin Christine Lambrecht (SPD) tritt von ihrem Amt zurück. Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) will „zeitnah“ über die Nachfolge entscheiden.

Der frühere Nato-General Egon Ramms spricht live auf ZDFheute über die Erwartungen und Anforderungen an die Nachfolge.

Sehen Sie sich das gesamte Interview oben im Video an und lesen Sie hier Auszüge. Egon Ramms sagt es…

„Grundsätzlich muss der neue Minister sofort von null auf 100 gehoben werden, was angesichts der Komplexität der Aufgaben sicherlich nicht einfach ist“, betonte der frühere Nato-General Egon Ramms im ZDF.

„Und besonders erwähnen möchte ich die Rammstein-Konferenz bzw. die Rammstein-Kontaktgruppe, die bereits in dieser Woche entsprechende Entscheidungen oder Verhandlungen fordert.“

Außerdem dürfe man nicht vergessen, dass Deutschland „ein Schwergewicht innerhalb der Nato, aber auch innerhalb der Europäischen Union ist“, so Ramms weiter. Daher müsse „eine entsprechende Rolle auf diese Weise wahrgenommen werden“.

„Theoretisch schon, aber das ist reine Theorie“, sagte Ramms auf die Frage, ob ein General auch das Verteidigungsressort übernehmen könne. Der Verteidigungsminister muss laut Ramms nicht in einer Partei oder Bundestagsabgeordneter sein, „obwohl beides natürlich von Vorteil wäre, weil er dann als Minister in der jeweiligen Fraktion verankert wäre“.

Außerdem verfügt sie über ein entsprechendes Netzwerk im parlamentarischen Raum und kann von der Partei unterstützt werden.

Bei der Frage nach der Nachfolge von Minister Lambrech hat Ramms im ZDF-Interview einen anderen Kandidaten genannt: Er hält den ehemaligen Wehrkommissar Hans-Peter Bartels (SPD) für fähig. Die derzeit nominierten Kandidaten würden „alle irgendwo ein Loch sprengen, das wieder gestopft werden muss“, sagte Ramms.

Die Frage, ob die Gleichstellung der Geschlechter auch bei der nächsten Personalentscheidung im Verteidigungsministerium berücksichtigt werden soll, spielt laut Ex-General Ramms derzeit eine eher untergeordnete Rolle.

„Wenn Leute für bestimmte Aufgaben ausgewählt werden, ist es eigentlich sehr schön, über das Thema zu sprechen: Eignung, Leistung und Fähigkeiten“, sagte Ramms.

Dies sei auch einer der Gründe, warum er in der Frage der Kandidatin Hans-Peter Bartels erwähnte, „in dem Wissen, dass sie keine Frau ist, aber aufgrund ihrer Kompetenz und ihres Gewichts in der Lage ist, diese Aufgabe zu erfüllen“.

Leo V.
Leo V.
Ich arbeite seit ca. 4 Jahren als Redakteurin in Bereichen wie Politik, Unterhaltung, Technik und Sport. Sie können an theaktuellenews@hotmail.com schreiben, um mich zu erreichen.
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