Montag, Januar 30, 2023
StartNACHRICHTENLandgewinn in Saporischschja? Kreml-Militär meldet neue Offensive im Süden

Landgewinn in Saporischschja? Kreml-Militär meldet neue Offensive im Süden

- Anzeige -


Im Krieg gegen die Ukraine braucht der Kreml dringend Erfolge. Nun kündigt das russische Militär eine neue Offensive in der für Kiew strategisch gefährlichen Region Saporischschja an. Britische Geheimdienste sind skeptisch, ob ein echter Vorstoß bei den Kämpfen tatsächlich erfolgreich war.

Nach Angaben des russischen Militärs hat es bei einer neuen Offensive in der Südukraine an Boden gewonnen. „In der Region Saporischschja könnten günstigere Linien und Stellungen durch Angriffe von Einheiten des östlichen Militärbezirks eingenommen werden“, sagte der Sprecher des Verteidigungsministeriums, Igor Konaschenkow, in Moskau. Ihm zufolge töteten die Russen bei den Angriffen 30 Ukrainer und machten mehrere Militärfahrzeuge lahm. Die Angaben konnten nicht unabhängig überprüft werden.

Zuvor hatten russische Militärblogger über eine Offensive in den Gebieten Orikhiw und Huljaipolye berichtet. Die ersten Verteidigungslinien wurden überrannt. Laut dem Blog „Rybar“, der dem russischen Verteidigungsministerium nahe stehen soll, wurden auch mehrere Städte eingenommen. Das Ministerium hat dies noch nicht offiziell bestätigt.

Der ukrainische Generalstab sprach am Morgen nur von Beschuss in der Region, gab aber keine Auskunft über einen Vormarsch russischer Truppen. Nach Angaben des britischen Verteidigungsministeriums haben beide Seiten im Süden erhebliche Kräfte zusammengezogen. Es gebe Artilleriegefechte und kleinere Zusammenstöße, aber bisher habe es keine Großoffensive gegeben, hieß es am Morgen aus London. Das britische Verteidigungsministerium hat unter Berufung auf Geheimdienstinformationen täglich Informationen zum Kriegsverlauf seit Beginn des russischen Angriffskriegs veröffentlicht. Moskau wirft London gezielte Desinformation vor.

Die Region Saporischschja gilt als strategisch wichtig. Beide Seiten haben dort große Truppenkontingente stationiert. Aus ukrainischer Sicht wäre ein russischer Vormarsch gefährlich, weil die im Osten stationierten eigenen Truppen zur Verteidigung des Donbass Gefahr laufen könnten, eingekesselt zu werden. Auf russischer Seite wird befürchtet, dass die Ukrainer mit einem Vorstoß in Richtung Meer einen Keil zwischen die russischen Truppen treiben könnten, der die Versorgung der Einheiten in der Region praktisch unmöglich machen würde.

Nach Angaben des britischen Geheimdienstes finden an zwei weiteren Punkten der Front noch heftige Kämpfe statt: Russische Einheiten, sowohl reguläre als auch Wagners Privatarmee, würden sich in der kürzlich eroberten Kleinstadt Soledar nördlich von Bachmut neu formieren. Auch im Osten erzielten ukrainische Truppen kleine Gewinne in der Nähe der Stadt Kreminna in der Region Luhansk.

Leo V.
Leo V.
Ich arbeite seit ca. 4 Jahren als Redakteurin in Bereichen wie Politik, Unterhaltung, Technik und Sport. Sie können an theaktuellenews@hotmail.com schreiben, um mich zu erreichen.
ZUGEHÖRIGE ARTIKEL

Kommentieren Sie den Artikel

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein!
Bitte geben Sie hier Ihren Namen ein

Anzeige

Am beliebtesten

Letzte Kommentare