Dienstag, Oktober 26, 2021
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Landrat Ahrweiler ist Ende Oktober in den Ruhestand gegangen

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Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen den Landrat Ahrweiler nach den vielen Toten durch extreme Regenfälle. Der Politiker meldet sich krank und beantragt Arbeitsunfähigkeit. Dem kommt der Vorgesetzte nun nach.

Der Landrat des von der Flutkatastrophe schwer getroffenen Kreises Ahrweiler, Jürgen Pföhler, geht Ende des Monats in den Ruhestand. Das rheinland-pfälzische Aufsichts- und Servicedepartement habe am 31. Oktober beschlossen, in den Ruhestand zu treten, sagte der Vorsitzende des CDU-Kreisverbandes Ahrweiler, Horst Gies.

Dies berichtete er dem Kreistag am Nachmittag bei seiner Sitzung in Remagen. Ein entsprechendes offizielles Schreiben an die Kreisverwaltung sei am Freitag eingegangen, sagte Gies, der derzeit Pföhler vertritt. Innerhalb von drei Monaten nach diesem Datum muss ein Nachfolger gewählt werden.

Extreme Starkregen hatten Mitte Juli verheerende Überschwemmungen an Flüssen in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz ausgelöst. Viele Gemeinden, vor allem im Ahrtal, wurden verwüstet. In Rheinland-Pfalz kamen im Zusammenhang mit der Flut 133 Menschen ums Leben. In Nordrhein-Westfalen gab es 48 Tote.

Pföhler geriet daraufhin unter Beschuss. Er kündigte im August an, sein Amt krankheitsbedingt nicht mehr ausüben zu können. Vor rund vier Wochen hat er nach Angaben einer Sprecherin des ADD seine dauerhafte Behinderung beantragt.

Die Staatsanwaltschaft Koblenz hat Anfang August Ermittlungen gegen ihn und ein weiteres Mitglied des Krisenstabs aufgenommen. Als Grund wurde der Anfangsverdacht der fahrlässigen Tötung und der fahrlässigen Körperverletzung genannt.

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