Freitag, August 12, 2022
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Laut staatlichen Medien: China beginnt Militärmanöver um Taiwan

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China begann seine Militärmanöver in der Nähe von Taiwan. Mit den Manövern reagiert Peking auf den Taiwan-Besuch des amerikanischen Spitzenpolitikers Pelosi.

China hat nach Angaben des chinesischen Staatsfernsehens seine angekündigten Militärmanöver in der Nähe von Taiwan begonnen. „Die Übungen beginnen“, erklärte der CCTV-Sender im Online-Netzwerk Weibo. Taiwans Verteidigungsministerium sagte, es beobachte die Situation genau. Die Streitkräfte des Inselstaates würden nach dem Grundsatz „Krieg vorbereiten, ohne Krieg zu wollen“ handeln. Nicht einmal eine „Eskalation des Konflikts“ wird angestrebt.

Zuvor wurde berichtet, dass die Manöver auf eine See- und Luftblockade der demokratischen Inselrepublik abzielen. Damit ist auch eine mögliche militärische Eroberung Taiwans verbunden.

Die Volksbefreiungsarmee Chinas ordnete die Übungen als Reaktion auf den Besuch der Sprecherin des US-Repräsentantenhauses, Nancy Pelosis, in Taiwan an.

Der Besuch des prominenten US-Politikers, der am Donnerstag seine Asienreise nach Südkorea fortsetzte, hat die Spannungen rund um Taiwan angeheizt. Es war der Besuch auf höchster Ebene aus den Vereinigten Staaten seit einem Vierteljahrhundert.

Bundesaußenministerin Annalena Baerbock forderte bei ihrem Besuch in Kanada eine Reduzierung der Eskalation. Besuche wie der von Pelosi in Taiwan „dürfen nicht als Vorwand für militärische Drohungen dienen“. Eine Änderung des Status quo in Taiwan „kann nur friedlich und im gegenseitigen Einvernehmen aller Beteiligten erfolgen“.

Die chinesische Artillerie plant auch Langstrecken-Zielübungen in der Straße von Taiwan, die das Festland von Taiwan trennt. Zudem werde die von Taiwan gezogene Mittellinie auf dem Seeweg überschritten, „die aufhört zu existieren“, heißt es in staatlichen Medien.

Der stellvertretende Stabschef des Ostkommandos, Gu Zhong, sagte, es sollten Inselblockadeübungen, Seeangriffe, Landungen und Luftraumkontrolle stattfinden.

Die Manöver seien umfangreicher als in der „Raketenkrise“ von 1995 und 1996, als China auch Raketen nach Norden und Süden durch Taiwans Hoheitsgewässer schickte, um einzuschüchtern, sagten chinesische Militärexperten. Schon damals wollte Peking Taiwans Unabhängigkeitskräften Angst einjagen, indem es die Spannungen anheizte. Damals hatten die Vereinigten Staaten zwei Flugzeugträger entsandt.

Die frühe Ankündigung am Dienstagabend – kurz nach Pelosis Ankunft in Taiwan – soll nach chinesischen Angaben zivilen Schiffen und Fluggesellschaften genügend Zeit geben, Manövriergebiete zu verlassen oder Flugrouten zu ändern.

Ein Streit könnte die USA militärisch in den Konflikt hineinziehen. In der aktuellen Lage warnten Experten vor gefährlichen Zwischenfällen durch Fehlkalkulationen der Streitkräfte beider Seiten. Die Vereinigten Staaten haben sich zu Taiwans Verteidigungsfähigkeit verpflichtet, was bisher vor allem die Lieferung von Waffen bedeutete. US-Präsident Joe Biden hat wiederholt erklärt, dass die USA verpflichtet sind, Taiwan im Falle eines chinesischen Angriffs zu verteidigen.

Bei seinem Treffen mit der taiwanesischen Präsidentin Tsai Ing-wen am Tag zuvor hat auch US-Führer Pelosi US-Unterstützung zugesagt.

Der Besuch ihrer Kongressdelegation zeige, „dass wir unsere Verpflichtungen gegenüber Taiwan nicht aufgeben werden“.

Leo V.
Leo V.
Ich arbeite seit ca. 4 Jahren als Redakteurin in Bereichen wie Politik, Unterhaltung, Technik und Sport. Sie können an theaktuellenews@hotmail.com schreiben, um mich zu erreichen.
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