Dienstag, Oktober 19, 2021
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Lauterbach für Selbstzahler So viel kosten Corona-Tests jetzt

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Ab heute müssen viele Bürger einen Schnelltest selbst bezahlen. In der Regel werden für jeden Test zwischen 15 und 20 Euro verlangt. Gelegentlich jedoch noch viel mehr. Karl Lauterbach begrüßt die Regelung. Andere sind skeptisch.

Ohne Impfung wird der Corona-Alltag für viele komplizierter – und auch teurer. Denn Schnelltests, die Nicht-Geimpfte mittlerweile oft für den Zutritt zu Restaurants oder Veranstaltungen benötigen, sind nicht mehr einfach für alle kostenlos.

Wie teuer Tests werden, wird sich in den nächsten Tagen unter den neuen Marktbedingungen zeigen. In letzter Zeit ist die Nachfrage nach Schnelltests durch immer mehr Impfungen stetig zurückgegangen. Dadurch reduzierte sich natürlich auch das Angebot. Mitte des Jahres gab es zeitweise über 6000 Apotheken, die Tests auf dem Corona-Informationsportal durchführen. Inzwischen sind es nach Verbandsangaben noch rund 4.000. Neben Apotheken wurden bundesweit auch tausende Testzentren eingerichtet. Die erste hatte bereits im September wieder geschlossen, nun scheint eine regelrechte Schließungswelle zu folgen.

Bisher erhielten Anbieter für jeden Schnelltest eine Gebühr von 11,50 Euro. Für genauere PCR-Tests gab es etwa 43 Euro. Jetzt können die Testanbieter die Preise selbst festlegen – und verlangen teilweise deutlich mehr. Zum Preis von 11,50 Euro bleibt das Bayerische Rote Kreuz für seine Teststationen nahe der österreichischen Grenze. „Der Testpreis in den BRK-Testzentren liegt derzeit bei 11,50 Euro“, so das BRK. Die Zahl der Teststationen wurde jedoch halbiert.

Es wird erwartet, dass sich die Preise um 20 Euro einpendeln. In Berlin Sie sind zum Beispiel 14,90 Euro (CovidZentrum und Bürgerestest Berlin), 15,00 Euro (Bezirksapotheke Alexanderplatz), 18,00 Euro (Testcenter-Corona), 19,51 Euro (Berlin-Corona-Test) oder 19,90 Euro inklusive (Schnelltest Berlin). Termine können auch für 24,99 Euro (coronatest.de) bzw. 29,90 Euro (coronatest-berlin) vereinbart werden. Berlin bietet eine interaktive Karte, die Ihnen hilft, eine Teststation in Ihrer Nähe zu finden. Dies ist leider nicht aktuell.

In Hamburg Tests gibt es für 12,95 Euro (Altländer Apotheken), für 13,00 Euro (Secura, Drive-In), 14,95 Euro (Corona Freepass), 16,99 Euro (deincoronatest) oder 29,00 Euro (Schnelltest Hamburg). Auch in Hamburg gibt es eine interaktive Karte für Hamburger mit Testmöglichkeiten und Preisen.

München bietet auch viele Teststationen mit Preisen um die 15 Euro an. 13,13 Euro (Medicare Stachus), 13,30 Euro (test-smart), 14,50 Euro (zum Beispiel Ludwigs-Apotheke oder Schnelltest ZOB), 14,90 Euro (zum Beispiel covid-testzentrum, Test Now und Mycoronacheck) oder 15,00 Euro (Schnelltest HM .) ) sind Standard. Es geht aber auch um 20 Euro: 19,95 (Karwendel-Apotheke), 20,00 Euro (dein-coronacheck) oder 22,00 Euro (deintestbus, alle Standorte) werden aufgerufen. 25,00 Euro (Widder-Apotheke) bzw. 29,90 Euro (Samsutec) können natürlich problemlos in München hinterlegt werden. Für München steht auch eine interaktive Karte mit einer Übersicht der geöffneten Teststationen zur Verfügung.

Das Corona-Testzentrum fordert 11,50 Euro in Köln Schmuckstücke auf. Damit liegt das Testzentrum im unteren Bereich des Spektrums. 13,13 Euro (medicare-deutz), 13,50 Euro (citycare) oder 13,90 Euro (meincoronaschnelltest) sind in Köln meist zahlbar, manchmal auch 14,90 (meinschnelltest-koeln, Schnelltestzentrum Ehrenfeld) oder 15,00 Euro (Testzentrum Eifelstraße). In Köln geht es natürlich auch teurer: Zum Beispiel für 25,00 Euro (Testcenter Dom) oder 39,00 Euro (coronacheck-koelnsued).

Auch in Frankfurt der Anbieter Medicare ist präsent und rechnet wie fast überall in seinen Teststationen mit 13,13 Euro. Ansonsten schwankt der Testpreis um 15 Euro: 14,50 Euro (coronaschnelltest-ffm), 14,90 Euro (15-Minuten-Test), 14,99 Euro (Schnelltest-Corona), 15,00 Euro (5K-Apotheke, ASB-Testzentren). Vereinzelt gibt es auch Testangebote um 20 Euro: 18,00 Euro (Deutsches Rotes Kreuz), 19,00 Euro (Apo-Schnelltest), 19,90 Euro (Wir-Testen-uns).

In den anderen großen Städten in Deutschland ist die Situation ähnlich. In Stuttgart die Preise schwanken zwischen 13,13 Euro (Medicare), 13,95 Euro (Apotheke Charlotten) und 15,00 Euro (Apotheke Schloss). Es ist auch für 20,00 Euro (Apotheke Schwanen) oder für satte 35,00 Euro (Kontaktcafe) möglich. Hannover: Hier werden 14,50 Euro (Coronatest-Hannover), 14,95 Euro (Corona-Freepass) oder 20,00 Euro (HelpNow24) abgerufen. In Dresden Einen Schnelltest bekommst du schon für unter 10 Euro. „Ihre Teststelle“ verrechnet 9,95 Euro (inklusive Schwimmbad-Teststelle). Ansonsten werden die üblichen 14,95 Euro (Corona-Freipass) bzw. 19,90 Euro (Testzentrum Schillerplatz) verlangt. Sogar Leipzig bietet vergleichsweise günstige Schnelltests für 9,99 Euro (Teststelle Brühl) und 11,50 Euro (McMedi-Apotheke) an. Am Hauptbahnhof (Apotheke im Leipziger Hauptbahnhof) müssen 18,95 Euro bezahlt werden. In Düsseldorf In der Regel zwischen 14,90 Euro (Schnelltest am Hauptbahnhof), 14,95 Euro (Medicare), 18,90 Euro (Heine Apotheke) und 29,00 Euro (Europäische Apotheke) für einen Antigen-Schnelltest. Auch in Bremen Tests gibt es für 13,13 Euro (Medicare). Wer etwas weiter stadtauswärts fährt, bekommt den Schnelltest für 9,95 Euro (Testzentrum Bremen/Huching). Nürnberg hat in zahlreichen Apotheken eine relativ große Anzahl von Schnellteststationen im Angebot. 14,95 Euro (Medicon-Apotheke), 15,00 Euro (Einfache Apotheke), 17,50 Euro (Testzentrum Fürth), 19,95 Euro (Eichendorff-Apotheke). Aber auch bis zu 29,90 Euro (Kugel-Apotheke) werden genannt.

Aber auch in Kleinstädten und auf dem Land gibt es – noch – überall Testmöglichkeiten. Die Preise schwanken, liegen aber meist zwischen knapp 10,00 und 30,00 Euro. An Sylt es gibt zum Beispiel Schnelltests für 14,95 Euro (Corona Freepass). In St. Peter-Ording und Niebüll 15,00 Euro sind zu zahlen (intervivos). In Nordrhein-Westfalen Ibbenbüren die örtliche Apotheke bietet Tests ab 9,95 Euro an (Apotheke Bockraden), in Hessen Wetzlar 25,00 Euro (7 Mühlentaler Apotheken). In Fulda es gibt Angebote für 29,00 Euro (Engel-Apotheken) und 39,00 Euro (Burg-Apotheken). Ab 13,13 Euro (Medicare) geht es rein Saarbrücken und Bad Godesberg das. Erftstadt hat eine Autokino-Station, an der Termine für 12,90 Euro gebucht werden können (driveinerftstadt), Freiburg im Breisgau bietet umfangreiche Testmöglichkeiten, zum Beispiel für 14,50 Euro (VitaVia Apotheke) oder 19,90 Euro (Testcenter Europaplatz). In Konstanz rund 14,50 Euro sind am Bodensee (Testzentrum Wirtshaus) fällig, in Garmisch-Partenkirchen 18,00 Euro (Dreitorspitz Apotheke) und in Görlitz 17,50 Euro (ASB).

Schnelltests an Flughäfen sind teurer. In Hannover und Leipzig verlangen die Anbieter 24,99 Euro. An den Flughäfen Düsseldorf, Hamburg und Frankfurt sind 29,00 Euro zu zahlen, an den Flughäfen Nürnberg und Stuttgart 35,00 Euro. Am Berliner Flughafen BER in Schönefeld kosten Antigen-Schnelltests 42,86 Euro, am Flughafen Köln/Bonn müssen 59,00 Euro umgedreht werden. Nur am Flughafen München ist es teurer. Der Anbieter Cenogene fordert 41,00 Euro, Medicover 45,00 Euro und der Anbieter Medicare verlangt sogar 73,27 Euro. Profi-Schnelltest natürlich.

Was ändert sich ab heute?

Schnelltests durch geschultes Personal inklusive Ergebnisbescheinigung müssen Sie in der Regel ab dem 11. Oktober selbst bezahlen. Für Personen, die nicht geimpft werden können, bleiben sie kostenlos. Dies ist in einer Verordnung von Gesundheitsminister Jens Spahn festgelegt, die einen Bund-Länder-Beschluss umsetzt.

Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidenten hatten sich im August darauf verständigt, dass das seit März von der Bundesregierung finanzierte Angebot mit kostenlosen „Bürgertests“ für alle ohne Corona-Symptome enden soll. Da kostenlose Impfungen für alle möglich sind, müssen die Testkosten nicht mehr dauerhaft vom Steuerzahler getragen werden.

Einige Übergangsregelungen sind geplant. Sie sollten zunächst bis zum 31. Dezember gelten. Tests bleiben bis dahin kostenlos

Die Ständige Impfkommission (STIKO) hat für sie erst kürzlich eine generelle Impfempfehlung ausgesprochen, sie sollten also mehr Zeit für Impfungen haben.

Die Menschen erhalten in der Regel weiterhin kostenlose Tests

Um weiterhin kostenlose Tests zu erhalten, müssen Sie der Teststelle einen amtlichen Lichtbildausweis vorlegen – bei Kindern muss auch das Alter nachgewiesen werden.

Zusätzliche Nachweise wie ein ärztliches Attest sind erforderlich, wenn Sie aus medizinischen Gründen nicht geimpft werden können – eine Diagnose muss laut Ministerium nicht gestellt werden. Darauf müssen jedoch Name, Anschrift und Geburtsdatum sowie Angaben zum Aussteller der Urkunde stehen. Mit der Mutterschaftskarte kann eine Schwangerschaft nachgewiesen werden.

In Schulen, Krankenhäusern oder Pflegeheimen können oder sollen Tests bis Ende des Jahres weiterhin kostenlos sein. Dies gilt für Mitarbeiter ebenso wie für nicht geimpfte oder nicht genesene Personen, die beispielsweise ihre Angehörigen im Krankenhaus besuchen wollen. Ihnen muss vor dem Betreten des Krankenhauses ein kostenloser Test angeboten werden.

Arbeitgeber müssen ihren Mitarbeitern zudem weiterhin kostenlose Schnelltests zur Verfügung stellen.

Der grüne Gesundheitsexperte Janosch Dahmen warnte davor, dass der Wechsel zu früh käme. „Ohne kostenlose Tests werden wir weniger Testergebnisse erhalten und mehr Infektionen werden unentdeckt bleiben“, sagte er. „Wir laufen in eine Schattenpandemie.“ Anstatt kostenlose Tests zu entfernen, sollten sie mit der Impfkampagne verknüpft werden. „Wer die Impfberatung annimmt, sollte im Gegenzug einen kostenlosen Test erhalten.“

Auch der Virologe Klaus Stöhr ist skeptisch. „Die Frage ist, bekommt man tatsächlich diejenigen, die man eigentlich zum Impfen motivieren will“, sagte Stöhr ntv. Oder ist am Ende alles kontraproduktiv ?, so Stöhr.

Karl Lauterbach sieht das anders. Der SPD-Gesundheitspolitiker unterstützt das Ende der kostenlosen Corona-Schnelltests. „Aus meiner Sicht ist es richtig, dass diejenigen, die noch nicht geimpft sind, die Tests selbst bezahlen müssen. Denn wenn dem nicht so wäre, müssten die Geimpften die Ungeimpften für die Tests bezahlen“, sagte Lauterbach ntv. Zudem seien kostenpflichtige Tests auch ein „Anreiz, sich jetzt impfen zu lassen“. Dieser Druck ist notwendig, weil die Impfrate erhöht werden muss. „Wer sich nicht impfen lassen möchte, kann zumindest aufgefordert werden, die notwendigen Tests selbst zu bezahlen“, so Lauterbach weiter.

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