Donnerstag, Januar 20, 2022
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Lauterbach hat Quarantäneregeln verabschiedet: Mittel haben, um die Pandemie zu beenden

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Laut Bundesgesundheitsminister Lauterbach befindet sich die Corona-Pandemie derzeit an einer „Schnittstelle“. Der Höhepunkt der Omicron-Welle ist jedoch noch nicht erreicht. Um einen Ausfall der kritischen Infrastruktur zu vermeiden, verabschiedet der Bundesrat die neue Quarantäneverordnung.

Die neuen Quarantäneregeln für Corona-Infizierte und Kontaktpersonen können in Kraft treten. Nach dem Bundestag hat nun auch der Bundesrat einer Verordnung zugestimmt, die dafür einen rechtlichen Rahmen schafft. Es sieht unter anderem vor, dass dreifach geimpfte Kontaktpersonen von Corona-Infizierten nicht mehr in Quarantäne müssen.

Zudem ermöglicht dies kürzere Isolationszeiten bei Infektionen, um bei stark steigenden Infektionszahlen den personellen Zusammenbruch in wichtigen Versorgungsbereichen zu verhindern. Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach sagte in der Sondersitzung der Länderkammer, die Pandemie sei an einer „Schnittstelle“ angekommen.

Du bist im dritten Jahr. Damit stellt sich die Frage, ob es gelingen wird, die Pandemie so zu entschärfen, dass eine endemische Situation mit nur sporadischen Ausbrüchen und wenigen Todesfällen erreicht wird – oder ob diese Chance verpasst wird. „Wir müssen diese Chance nutzen und wir haben die Mittel dazu. Wir haben die Mittel, um die Pandemie in Deutschland noch in diesem Jahr weitgehend zu beenden.“

Hinweise, dass Infektionen mit der omicron-Variante weniger stark verlaufen, seien laut Lauterbach „nicht eins zu eins auf uns übertragbar“. Das Gesundheitssystem ist nach wie vor stark belastet, insbesondere bei einer hohen Zahl an Neuinfektionen. Der Gedanke, dass Covid-19 jetzt eher einer Grippe gleicht, sei „definitiv nicht der Fall“, sagte der Gesundheitsminister.

Gleichzeitig wies der Minister darauf hin, dass die aktuelle Omicron-Welle ihren Höhepunkt bei den Infektionszahlen noch nicht erreicht habe. Wenn nichts unternommen wird, baut sich eine Infektionswand auf. „Wir versuchen, aus dieser Mauer einen Hügel zu machen.“ Immerhin könne man erreichen, dass die Mauer nicht so hoch sei, sagte Lauterbach.

Lauterbach appellierte erneut an alle noch nicht geschützten Bürgerinnen und Bürger, sich impfen oder auffrischen zu lassen. „Wenn wir alle behaupten würden, dass wir das nicht brauchen oder dass wir es besser wüssten oder nicht mitmachen wollten oder dass wir ein anderes Staatsverständnis hätten, dann würden wir im Chaos landen.“ Deshalb befürworte er auch die generelle Impfpflicht. Den Ungeimpften macht er jedoch keinen Vorwurf.

Der Gesundheitsminister betonte, niemand dürfe gezwungen werden, einen bestimmten Impfstoff einzunehmen. Er habe auch den proteinbasierten Impfstoff Novavax bekommen, sagte Lauterbach. Am 21. Februar erhält Deutschland eine erste Lieferung von 1,75 Millionen Dosen.

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