Dienstag, Dezember 7, 2021
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Lehrerpräsident ist alarmiert "Kontrollverlust an Schulen ist schon da"

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Auch in den Schulen verschärft sich die Corona-Situation. Für Lehrerpräsident Meidinger reichen die politischen Maßnahmen nicht aus, um Schulschließungen im Winter zu verhindern. Er stellt konkrete Forderungen an die Bundesländer.

Lehrerpräsident Heinz-Peter Meidinger sieht die Corona-Situation an den Schulen außer Kontrolle geraten. „Der Kontrollverlust ist schon da, wenn Schulen wegen gewaltsamer Infektionsausbrüche geschlossen werden müssen und die Gesundheitsbehörden in immer mehr Regionen in Deutschland die Rückverfolgung von Kontakten zu Schulen nicht mehr nur nicht mehr einhalten, sondern komplett einstellen. “ sagte Meidinger der „Passauer Neuen Presse“.

Angesichts dessen sei es völlig unverständlich, dass in Bundesländern wie Nordrhein-Westfalen „nicht einmal die Maskenpflicht im Klassenzimmer wieder eingeführt wurde“, beklagte er. Meidinger warf der Politik vor, nicht alle Möglichkeiten ausgeschöpft zu haben, um Schulschließungen zu vermeiden. Neben der Maskenpflicht seien „engmaschige Tests nötig, nicht nur ein- bis zweimal pro Woche, sondern dreimal“, forderte er in der „Rheinischen Post“.

Die Kontakte müssten konsequent zurückverfolgt werden. „Und wir brauchen endlich Raumluftfilter in Schulen“, sagt Meidinger. „Es ist ein Skandal, dass Fördermittel in Höhe von mehreren hundert Millionen Euro noch nicht abgerufen wurden.“

Meidinger forderte die Bundesländer auf, die Weihnachtsferien nicht einseitig vorzuziehen, ohne weitere Kontaktbeschränkungen einzuführen. Vorgezogene Weihnachtsferien sind unter anderem in Sachsen-Anhalt und Brandenburg geplant. Wenn die Weihnachtsferien vorgezogen werden, solle es auch in der Gesellschaft insgesamt mehr Kontaktbeschränkungen geben, „also Lockdowns oder Teillockdowns“, sagte Meidinger der „Rheinischen Post“.

„Denn eine solche Schulschließung macht nur Sinn, wenn die Infektionsrate insgesamt und nicht nur in den Schulen eingedämmt wird.“ Eine Situation wie zum Jahreswechsel 2020/2021, als die Schulen nach Weihnachten monatelang geschlossen waren, sollte sich auf keinen Fall wiederholen.

Auch die designierte Bundesbildungsministerin Bettina Stark-Watzinger sprach sich trotz zunehmender Corona-Infektionen gegen Schulschließungen aus. Schüler sollen „keine weiteren Bildungsdefizite erleiden“, sagte sie der „Bild“-Zeitung.

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