Dienstag, Dezember 7, 2021
StartNACHRICHTENLeverkusen nach dem Sieg über Celtic Clasgow im Achtelfinale der Europa League

Leverkusen nach dem Sieg über Celtic Clasgow im Achtelfinale der Europa League

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Mit viel Mühe schaffte es Bayer Leverkusen vorzeitig ins Achtelfinale der Europa League. Celtic Glasgow brach erst in den letzten zehn Minuten ein.

Beim 3:2 (1:1) am Donnerstagabend (25.11.21) hat sich Bayer deutlich mehr Mühe gegeben als nötig. Am Ende war es dennoch beeindruckend, wie die Leverkusener einige Rückschläge verkraften und am Ende mit zwei wunderbaren Toren gewinnen konnten.

Eigentlich hätte das Spiel zur Pause zugunsten der Gastgeber entschieden werden sollen. Bayer dominierte das Mittelfeld komplett, Celtic sah aus wie ein Schlagball, doch die Mannschaft von Gerardo Seoane verfehlte in vielen Situationen den letzten Schlag.

Anfangs war Robert Andrich fast ausschließlich auf das Ziel fokussiert. Er köpfte und schoss aus allen Positionen, in der 16. Minute wurde er belohnt: Nach einer Ecke von Florian Wirtz lief Andrich von außerhalb des Strafraums los und schloss aus acht Metern mit dem Kopf ab und setzte gegen die Anweisung von Keeper Joe Hart auf 1 : 0 von.

Danach ging es den Leverkusenern etwas gemächlicher zu, aber das tat zunächst nicht weh: Die Schotten versteckten sich immer wieder und spielten mehr, als wollten sie den Rückstand halten. Dann half Bayer-Torhüter Lukáš Hrádecký mit einem folgenschweren Blindflug durch seinen fünf Meter langen Raum bei der Vorbereitung.

Jotas hohe Flanke trieb Jonathan Tah souverän mit dem Kopf aus der Gefahrenzone, doch auch Hrádecký wollte klären, verschätzte sich komplett und schlug weit am Ball vorbei – stattdessen aber voll gegen den Kopf des Japaners Kyogo Furuhashi, der benommen zu Boden ging.

Erstaunlich, dass Schiedsrichter Anasthasios Sidiropoulos erst nach Videostudium zu diesem klaren Elfmeter entschied. Aber noch überraschender waren die zahlreichen klagenden Leverkusener, die die Schiedsrichter stürmten und heftig beschwerten.

Allerdings war die Ausführung dieses Elfmeters recht mutig: Josip Juranović löffelte den Ball in Panenka-Manier auf die Unterkante der Latte und von dort über die Linie (40.).

Bayer reagierte mit einem Angriffslauf und hatte ebenfalls Pech. Zwei Minuten vor der Pause traf Moussa Diaby aus halbrechtser Position den rechten Innenpfosten. Florian Wirtz wollte dann den Querschläger mit dem Außenrist ins leere Tor nutzen – doch sein kleiner Anfall von Arroganz landete am linken Pfosten.

„Wir haben ein sehr gutes Spiel gespielt, aber am Ende fehlt noch etwas“, sagte Bayer-Sportdirektor Simon Rolfes treffend zur Pause. „Insgesamt sind wir sehr aktiv und haben uns im Vergleich zu unserem Spiel gegen Bochum enorm verbessert.“

Die erwähnte Steigerung betraf vor allem die Szenen, in denen Leverkusen die enorme Geschwindigkeitssteigerung ausspielte. In der 53. Minute stürmte Diaby nach feinem Wirtz-Pass der Celtic-Abwehr erneut weg, scheiterte aber an Hart. Allerdings ließ er den Ball nach vorne abprallen und gab Amine Adli die Chance, ins leere Tor zu schießen. Doch ähnlich wie Wirtz vor der Pause wollte Adli es zu lässig machen, nahm den Ball noch einmal und ließ ihn meterweit vom Fuß wegspringen – so konnte Hart klären.

Wie man die Fehler des Gegners effektiv und gnadenlos bestraft, zeigte erneut Glasgow: Mit ihrem zweiten Torschuss trafen die Gäste zum 2:1 (56.). Jeremie Frimpong hatte im eigenen Sechzehner einen Ausrutscher gemacht, Jota nutzte den Querpass von Furuhashi im langen Eck.

Danach kämpfte Leverkusen lange, startete erst in den letzten zehn Minuten in den Endspurt. Zunächst scheiterte Adli unglücklich vor dem Tor durch einen Schuss auf Hart. Dann musste die Wucht von Andrich abermals durchhalten: Wirtz holte einen technisch perfekten Break frei, nutzte Nadiem Amiri, der die Flanke perfekt in den Rückraum abfließen ließ – Andrich hämmerte ein 2:2 (82.).

Der Siegtreffer war fünf Minuten später noch schöner. Wirtz wartete zunächst im Fünfmeterraum der Schotten auf seine eigene Chance zum Abschluss, hievte den Ball dann über die gesamte Abwehr der Schotten zurück an die Strafraumgrenze. Dann stürmte Diaby heran und ließ Hart mit seinem Volleyballtreffer im linken Eck keine Chance.

Diese: sportschau.de



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