Samstag, Januar 15, 2022
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Link-Kandidat Trabert "Gerichte missbrauchen ihre Macht, um Kritik zum Schweigen zu bringen"

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Der Kandidat der Linken für das Amt des Bundespräsidenten sorgte für Aufruhr: In einer Rede verglich Gerhard Trabert den aktuellen Ausschluss bestimmter Gruppen mit der Judenverfolgung während der NS-Zeit. Es war nicht seine einzige Provokation.

Der Kandidat der Linken für das Amt des Bundespräsidenten, Gerhard Trabert, zog im Hinblick auf die gesellschaftliche Ausgrenzung von Armen und Flüchtlingen eine Parallele zur Judenverfolgung in der NS-Zeit. Zum digitalen Jahresauftakt der Linken zitierte der Sozialmediziner einen jüdischen Jugendlichen, der 1945 im NS-Konzentrationslager Bergen-Belsen starb. In seinem Tagebuch beklagt der Junge, dass die Gesellschaft das Schicksal der Juden ignoriert.

Trabert sagte: „Warum dieses Zitat? So wie damals viele Deutsche wussten, was mit den Juden geschah, wissen wir heute, was mit Menschen passiert, die im Mittelmeer, in libyschen und syrischen Lagern geflüchtet sind. Wir wissen, wie sie Armut machen.“ steigt, wissen wir auch hier in Deutschland um die erhöhte Sterblichkeitsrate armer Menschen. Wenn man das reichste mit dem ärmsten Viertel vergleicht, sterben arme Frauen 4,4 Jahre früher und arme Männer 8,6 Jahre früher. Das ist alles ein Skandal.“

Die Ursachen liegen in der Wirtschafts-, Sozial-, Handels- und Außenpolitik. „Wir dürfen nicht aufhören, diese, diese Form struktureller Gewalt zu benennen“, sagte Trabert.

Auf Twitter stellte die Kandidatin später klar: „Mich interessiert keine historische Gleichsetzung. Das Leid vieler Menschen durch die Nationalsozialisten war unbeschreiblich größer und nicht zu vergleichen. Aber die Tendenz zum Wegschauen muss deutlich kritisiert werden.“ I Mir geht es darum, gerade in der Gegenwart zu schauen und aus der Vergangenheit zu lernen.“

Der Parteilose war diese Woche von der Linken als Kandidat für die Wahl des Bundespräsidenten im Februar nominiert worden. Der Arzt ist seit Jahrzehnten in der Gesundheitsversorgung von Obdachlosen und Flüchtlingen tätig. Zur heutigen Situation sagte er: „Die Gerichte missbrauchen auch ihre Macht, um Kritik in dieser Demokratie zum Schweigen zu bringen. Das dürfen wir nicht hinnehmen.“ Trabert verwies auf den Franzosen Stéphane Hessel und dessen Kritik am Finanzkapitalismus und betonte, dass „Widerstand“ gegen eine unsoziale Politik notwendig sei. Auch die Linke muss profilierter werden.

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