Donnerstag, Dezember 8, 2022
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London rät Wallace zur Vorsicht: Notfalls bekommt Moskau mehr Kanonenfutter

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Der britische Verteidigungsminister Wallace warnt vor der Grausamkeit des russischen Regimes. „Die Geschichte lehrt, dass Russland gegenüber seinem eigenen Volk sehr brutal sein kann“, sagt er. Gleichzeitig stellt er, wie zuvor US-Außenminister Blinken, klar: Allein die Ukraine entscheidet über Verhandlungen.

Angesichts der Jubelszenen nach der Befreiung der südukrainischen Stadt Cherson hat der britische Verteidigungsminister Ben Wallace zur Vorsicht gemahnt. „Die Geschichte lehrt, dass Russland sehr brutal gegen sein eigenes Volk vorgehen kann“, sagte Wallace in London. „Wenn sie mehr Kanonenfutter brauchen, werden sie es bekommen“, sagte Wallace und bezog sich dabei auf die jüngste Mobilisierung in Russland.

Er verwies auch auf die geplanten Militärübungen an russischen Schulen. „So ist das Regime, mit dem wir es zu tun haben.“ Die Rückeroberung von Cherson zeigt die außergewöhnlichen Fähigkeiten der Ukraine und wirft bei den Menschen in Russland Fragen auf, ob der Krieg all die Strapazen und Opfer wert ist.

Jetzt wird Russland überall verkünden, man solle dankbar sein für den Rückzug aus der Großstadt. „Nein, das sollten Sie nicht, Russland hätte das im Februar nicht tun sollen“, sagte Wallace und bezog sich dabei auf den Angriff vom 24. Februar. „Zunächst sollten wir nicht dankbar sein, wenn ein Dieb gestohlene Waren zurückgibt – das hat Russland schließlich getan“, sagte der Minister.

Ob die Ukraine nun Verhandlungen aufnehmen wolle, sei allein ihre Sache, sagte Wallace. Damit liegt er auf einer Linie mit den USA. US-Außenminister Antony Blinken betonte am Samstag, dass allein Kiew über Zeitpunkt und Inhalt möglicher Verhandlungen mit Russland entscheiden werde. Er lobte auch die Errungenschaften rund um Cherson als weiteren Beweis für den bemerkenswerten Mut der Streitkräfte und des Volkes der Ukraine sowie für die starke Unterstützung der USA und der Welt. Die Sicherheits-, humanitäre und Wirtschaftshilfe werde „so lange wie nötig“ fortgesetzt.

Blinken kritisierte Russland auch scharf dafür, dass es die Ukraine weiterhin „brutal behandelt“ – insbesondere mit seiner gezielten Kampagne zur Zerstörung der Energieinfrastruktur. Die Angriffe hätten schreckliche Auswirkungen auf die Zivilbevölkerung in der ganzen Ukraine. Die USA sind entschlossen, der Ukraine dabei zu helfen, kritische Infrastrukturen zu verteidigen, zu ersetzen und zu reparieren.

Leo V.
Leo V.
Ich arbeite seit ca. 4 Jahren als Redakteurin in Bereichen wie Politik, Unterhaltung, Technik und Sport. Sie können an theaktuellenews@hotmail.com schreiben, um mich zu erreichen.
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