Mittwoch, Dezember 1, 2021
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London schränkt Reisen nach Afrika ein – neue Corona-Variante in Südafrika sorgt für Besorgnis

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Der Gesundheitsminister von Südafrika bezeichnet die neue Corona-Variante, die derzeit im Land grassiert, als „große Bedrohung“. Neben der erhöhten Übertragbarkeit gibt es noch einen weiteren Faktor, der es gefährlich machen könnte.

Die Ausbreitung einer neuen Variante des Coronavirus im südlichen Afrika gibt Anlass zur Sorge. Das südafrikanische Institut für Infektionskrankheiten NICD gab am Donnerstag bekannt, dass in Südafrika die ersten 22 Fälle der neuen Variante B.1.1.529 nachgewiesen wurden. Im Zuge der laufenden Genomanalysen ist mit weiteren Fällen zu rechnen. „Obwohl die Datenlage noch begrenzt ist, arbeiten unsere Experten mit allen Monitoringsystemen Überstunden, um die neue Variante und die damit verbundenen möglichen Implikationen zu verstehen.“

Gesundheitsminister Joe Phaahla sagte, die neue Variante bestätige die „Tatsache, dass dieser unsichtbare Feind sehr unberechenbar ist“. Er rief die Südafrikaner auf, Masken zu tragen und Abstand zu halten. „Wir haben auch das zusätzliche Vehikel der Impfung, das uns helfen wird, schwere Krankheiten zu vermeiden, die in einer Klinik landen oder sogar dem Virus zum Opfer fallen.“ Die Impfungen sind das entscheidende Schutzmittel.

Bisher wurde die Variante auch in Botswana und Hongkong bei Reisenden aus Südafrika entdeckt. Phaahla bezeichnete die Variante als „ernsthaft besorgniserregend“ und als Ursache für einen „exponentiellen“ Anstieg der gemeldeten Fälle in Südafrika. Es sei eine „große Bedrohung“.

Wegen der neuen Varianten hat Großbritannien den Flugverkehr aus mehreren Ländern der Region eingeschränkt. Darüber hinaus gilt für Ankommende eine strikte Hotel-Quarantänepflicht. Der britische Gesundheitsminister Sajid Javid kündigte am Donnerstag an, dass die neuen Regelungen Südafrika, Namibia, Lesotho, Botswana, Eswatini und Simbabwe betreffen werden.

Israel kündigte am Donnerstag außerdem sofortige Reisebeschränkungen für mehrere afrikanische Länder an. Südafrika, Lesotho, Botswana, Simbabwe, Mosambik, Namibia und Eswatini seien nach einer Sonderkonsultation als „rote Länder“ eingestuft worden, teilte das Büro des israelischen Premierministers Naftali Bennett mit.

Laut Wissenschaftlern weist die neue Variante mindestens zehn Mutationen auf – im Vergleich zur Delta-Variante sind es nur zwei, bei Beta drei. „Was uns beunruhigt, ist, dass diese Variante nicht nur eine erhöhte Übertragbarkeit haben könnte, sich also effizienter ausbreitet, sondern auch Teile des Immunsystems und den Schutz, den wir in unserem Immunsystem haben, umgehen“, sagte der Experte Richard Lessell.

Die Beta-Variante des Virus wurde im vergangenen Jahr in Südafrika entdeckt. Mit rund 2,95 Millionen Corona-Fällen und mehr als 89.600 Toten ist Südafrika das am stärksten betroffene Land Afrikas. Die Impfkampagne dort ist nur schleppend angelaufen, 41 Prozent der Bürgerinnen und Bürger haben bisher eine Dosis erhalten, 35 Prozent sind vollständig geimpft.

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