Freitag, Juni 24, 2022
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London vermutet Munitionsmangel Gehen Russland die modernen Raketen aus?

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Die britische Regierung geht davon aus, dass Moskau die modernen Waffen ausgehen. Daher setzt die russische Luftwaffe jetzt fast 60 Jahre alte Anti-Schiffs-Raketen ein. Die Marschflugkörper sollen beim Angriff auf Landziele sehr unpräzise sein.

Nach britischen Angaben setzen die russischen Streitkräfte bei der Bombardierung von Zielen in der Ukraine auch alte Anti-Schiffs-Raketen ein. Seit April hätten russische Bomber vermutlich Dutzende unpräzise Kh-22 (NATO-Bezeichnung: AS-4 Kitchen) Marschflugkörper gegen Landziele abgefeuert, teilte das Verteidigungsministerium in London auf Basis von Geheimdienstinformationen mit. Demnach wurden die Raketen ursprünglich in den 1960er Jahren entwickelt, um feindliche Flugzeugträger mit einem Atomsprengkopf zu zerstören.

Wenn die Raketen jedoch mit einem konventionellen Sprengkopf bei Bodenangriffen eingesetzt werden, sind sie sehr ungenau und könnten erhebliche Kollateralschäden und zivile Opfer verursachen. „Russland greift wahrscheinlich auf solche ineffizienten Waffensysteme zurück, weil es an präziseren und moderneren Raketen mangelt“, heißt es in dem britischen Lagebericht.

Auch der stellvertretende Chef des ukrainischen Militärgeheimdienstes sieht Munitionsmangel auf russischer Seite. Im ersten Kriegsmonat habe Moskau ständig Raketenangriffe auf die Ukraine gestartet, aber der Beschuss habe in den vergangenen zwei Monaten etwas nachgelassen, sagte Vadym Skibitsky am Donnerstag der britischen Zeitung Guardian.

„Wir haben festgestellt, dass Russland viel weniger Raketenangriffe durchführt und H-22-Raketen einsetzt. Das sind alte sowjetische Modelle aus den 1970er Jahren.“ Das zeige, dass dem Kreml die Raketen ausgehen und das Land wegen der Sanktionen nicht in der Lage sei, schnell zu produzieren, so der Geheimdienstler.

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