Samstag, Dezember 10, 2022
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Massive Preiserhöhungswelle: Strom wird zu Jahresbeginn teurer

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Die Energiekrise wirkt sich auch auf den Strommarkt aus: Die Preiserhöhungen ihrer Stromversorger sind zuletzt mit teils drastischen Steigerungen in viele Haushalte eingedrungen.

Steigende Großhandelspreise am Strommarkt geben derzeit immer mehr Anbieter an die Verbraucher weiter. Dadurch werden sich die Strompreise mancherorts verdoppeln.

So verlangt beispielsweise das Kölner Unternehmen Rheinenergie für die Grundversorgung pro Kilowattstunde mehr als doppelt so viel wie im Januar: Rund 55 Cent werden künftig fällig, fast 130 Prozent mehr als bisher.

Rheinenergie ist kein Einzelfall, sagt Thorsten Storck, Energieexperte beim Vergleichsportal Verivox:

Rheinenergie verweist auch auf die hohen Beschaffungskosten, die sich zunehmend in der langfristigen Einkaufsstrategie des Unternehmens widerspiegeln. „Im Vergleich zum Vorjahr sind die Preise an den Strombörsen um mehr als 300 Prozent gestiegen, obendrein um mehr als das Zehnfache. Außerdem steigen auch die Netzentgelte“, begründet das Unternehmen den Preissprung.

Der extreme Anstieg der Gaspreise nach dem russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine gilt als einer der Hauptgründe für den Anstieg der Strompreise. Im Großhandel bestimmt die mittlerweile teure Stromerzeugung aus Gaskraftwerken oft den Strompreis für alle anderen Erzeugungsarten.

Dem Vergleichsportal Check24 sind zum Jahreswechsel bereits mehr als 580 Fälle von Strompreiserhöhungen in der Grundversorgung bekannt geworden. „Etwa 7,3 Millionen Haushalte sind betroffen“, teilt das Unternehmen mit. Die Steigerungen betragen durchschnittlich 60,5 Prozent.

Verivox kommt aufgrund einer anderen Datenbasis auf eine durchschnittliche Steigerung von 54 Prozent.

[Mehr zum Thema: Stromabschaltung im Winter? BBK rudert zurück]

„Die Strompreiserhöhungen zum Jahreswechsel sind teilweise drastisch“, sagt Udo Sieverding, Energieexperte der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen.

Dies dürfte sich erst in den kommenden Monaten ändern. Kunden in der Grundversorgung haben daher aktuell keine Wahl. „Im Fall einer Preiserhöhung sollten auch Kunden außerhalb der Grundversorgung erwägen, von ihrem besonderen Widerrufsrecht Gebrauch zu machen und wieder in die Grundversorgung einzusteigen“, rät der Verbraucherschützer.

Die Grundgebühr galt als recht teuer. Teilweise liegt er bereits unter den Sondertarifen anderer Anbieter.

Leo V.
Leo V.
Ich arbeite seit ca. 4 Jahren als Redakteurin in Bereichen wie Politik, Unterhaltung, Technik und Sport. Sie können an theaktuellenews@hotmail.com schreiben, um mich zu erreichen.
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