Dienstag, September 27, 2022
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Medienbericht: Pläne für weiteren AKW-Betrieb?

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Kommen längere Kernkraftwerkslaufzeiten, um die hohen Energiepreise zu senken? Ein Medienbericht deutet darauf hin. Demnach soll das Wirtschaftsministerium den Weiterbetrieb der letzten drei Kernkraftwerke vorbereiten.

Nach einem Bericht des „Spiegel“ bereitet das Bundeswirtschaftsministerium eine Verlängerung der Betriebszeiten für die drei verbleibenden deutschen Atomkraftwerke vor. Die Rahmenbedingungen für den laufenden Belastungstest der Versorgungssicherheit mit Strom seien so verändert worden, dass ein Weiterbetrieb über das Jahresende hinaus sinnvoll erscheine, berichtete das Magazin.

Dementsprechend sollten die vier Übertragungsnetzbetreiber nicht nur die Versorgungssicherheit bewerten. Sie sollten sich auch dazu äußern, ob die Verlängerung dazu beitragen würde, die zuletzt stark gestiegenen Preise an den Strommärkten zu senken, schrieb das Magazin.

Zudem würden im Wirtschaftsministerium „erste Überlegungen“ für einen Gesetzentwurf angestellt, der den Weiterbetrieb rechtlich regelt. Die drei verbleibenden Kraftwerke gehen nach geltender Gesetzgebung zum Jahresende vom Netz. Eine Sprecherin des Ministeriums dementierte auf Nachfrage des Nachrichtenmagazins eine Entscheidung in der Atomkraftwerksfrage. Sie bestätigte auch keine Änderung des Stresstestdesigns.

Wirtschaftsminister Robert Habeck selbst wollte sich dazu auf einer Pressekonferenz am Rande der Kabinettssitzung nicht äußern. Alle Fragen würden nach Vorlage der Stresstestergebnisse beantwortet, sagte er. Die Ergebnisse des Stresstests sollen laut Bundeskanzler Olaf Scholz bis Ende August oder Anfang September vorliegen. Auf dieser Grundlage will die Regierung entscheiden, ob die drei Kernkraftwerke weiter betrieben werden.

Dem Magazin zufolge hat die Bundesregierung Anfang des Monats die drei Atomkraftwerksbetreiber RWE, EnBW und Eon gefragt, wie lange die verbleibenden Brennstäbe noch Strom produzieren können. Ein sogenannter Streckbetrieb des Kernkraftwerks Lingen mit rund 70 Prozent Leistung wäre den Antworten zufolge bis April möglich, gleiches gilt für Neckarwestheim. Für das bayerische Kernkraftwerk Isar 2 sollen die Brennstäbe noch bis Juni reichen.

Spitzenpolitiker der FDP fordern bereits eine Verlängerung der Amtszeit. Die Grünen lehnen das ab, auch in der SPD gibt es skeptische Stimmen.



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Abgel T
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Ich arbeite seit ca. 3 Jahren als Redakteurin in Bereichen wie Politik und Sport. Sie können an theaktuellenews@hotmail.com schreiben, um mich zu erreichen.
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