Freitag, Juni 24, 2022
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Medikamente gegen Corona Weigeldt: Paxlovid ist kein „Game Changer“

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Der Hausärzteverband warnt vor zu hohen Erwartungen an Corona-Medikamente. Impfungen bieten laut Verbandschef Weigeldt nach wie vor den wirksamsten Schutz.

Der Chef des Deutschen Hausärzteverbandes, Ulrich Weigeldt, warnte vor zu hohen Erwartungen an die Wirkung von Medikamenten gegen Corona. „Natürlich ist es sehr erfreulich, dass Fortschritte bei der Entwicklung wirksamer Medikamente gegen schwere Covid-Verläufe gemacht werden“, sagte er dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND).

„Aber die Politik sollte nicht den Eindruck erwecken, Ärzte müssten einfach mehr Anti-Corona-Medikamente verschreiben und alles wird gut. Diese Vorstellung mag verführerisch sein, entspricht aber nicht den Tatsachen.“

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) hat einen Sieben-Punkte-Plan für eine möglicherweise angespanntere Lage im Herbst angekündigt. Dazu gehören eine weitere große Impfkampagne, der schnellere Einsatz von Medikamenten für Kranke und präzisere Verantwortlichkeiten für den Corona-Schutz in Pflegeheimen.

Lauterbach sagte kürzlich, dass es sehr überzeugende Medikamente gibt, die zu wenig eingesetzt werden. Das Medikament Paxlovid ist seit Februar auf dem deutschen Markt. Das Mittel soll schweren Verläufen entgegenwirken.

Weigeldt sagte:

Das Medikament hat eine Reihe von Wechselwirkungen und muss zudem sehr früh im Krankheitsverlauf eingenommen werden.

„Einfach zu fordern, dass die Ärzte zuerst die Rezeptsperre ziehen und wir die Pandemie im Griff haben, wäre zu kurzsichtig“, sagte Weigeldt. Die Politik darf keine falschen Erwartungen wecken. „Die wirksamste aller Maßnahmen ist und bleibt die Impfung.“

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