Sonntag, September 25, 2022
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Mehr als 1.000 Tote bei Überschwemmungen in Pakistan

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Mehr als 1.000 Menschen sind seit Juni bei Monsunfluten in Pakistan ums Leben gekommen. Zehntausende haben ihr Zuhause verloren und sind von der Außenwelt abgeschnitten. Nach Angaben der Behörden wird sich die Situation voraussichtlich verschärfen.

Durch heftige Regenfälle verursachte Sturzfluten in Pakistan haben mehr als 1.000 Menschen das Leben gekostet. Allein in den vergangenen 24 Stunden seien mehr als 100 neue Todesfälle bekannt geworden, teilte die National Disaster Management Agency mit.

Die Zahl der Toten sei auf 1033 gestiegen, darunter 348 Kinder, hieß es. Das Wasser überlaufender Flüsse beschädigte in dem südasiatischen Land fast eine Million Gebäude und mehr als 3400 Kilometer Straßen, teilte die Behörde mit.

„Die Situation wird immer schlimmer, da immer stärkere Regenfälle Überschwemmungen und Erdrutsche verursachen“, sagte Adil Sheras, Direktor der Hilfsorganisation CARE in Pakistan. Viele Menschen haben alles verloren und brauchen Hilfe.

Videos in sozialen Medien zeigten, wie Sturzfluten im Swat-Tal im Norden des Landes mehrstöckige Gebäude niederrissen. Zehntausende Menschen hätten ihr Zuhause verloren und seien nun in abgelegenen Dörfern von ihrer Umwelt abgeschnitten, hieß es. Es könnte Tage dauern, bis die Rettungskräfte sie erreichten.

Der bereits stark von den Überschwemmungen betroffene Süden des Landes bereitet sich auf eine neue Flutkatastrophe vor. Die Behörden warnten davor, dass sich die Situation für Millionen von Menschen in den kommenden Tagen verschlechtern könnte.

In der südlichen Provinz Sindh suchten Zehntausende Menschen Schutz auf Autobahnen und Bahngleisen. Straßen und Schienen gehören zu den wenigen Bereichen, die nicht unter Wasser stehen. Zwei Kilometer lange Zelte wurden in der Nähe der Stadt Sukkur errichtet, um die Menschen unterzubringen, die vor den Fluten fliehen.

Die pakistanische Regierung hat am vergangenen Donnerstag den Notstand ausgerufen und um internationale Hilfe zur Bewältigung der Katastrophe gebeten. Insgesamt seien mehr als 33 Millionen Menschen von den Überschwemmungen betroffen, hieß es.

Am Samstag ordneten die pakistanischen Behörden die Evakuierung Tausender Menschen im Norden des Landes an. Armeehubschrauber und Rettungskräfte brachten am Sonntag weiterhin Bewohner in gefährdeten Gebieten in Sicherheit.

Pakistan leidet seit Mitte Juni unter ungewöhnlich starken Monsunregen. Experten machen den Klimawandel für die Zunahme von Naturkatastrophen in dem südasiatischen Land verantwortlich. Pakistan ist besonders anfällig für den Klimawandel. Laut der deutschen Entwicklungs- und Umweltorganisation Germanwatch ist es das achte Land, das am stärksten von Extremwetterereignissen bedroht ist.

Die schlimmsten Überschwemmungen in der jüngeren Geschichte Pakistans ereigneten sich im Jahr 2010. Damals wurde rund ein Fünftel des Landes überflutet und rund 2.000 Menschen kamen ums Leben. Etwa 20 Millionen wurden obdachlos.



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Abgel T
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Ich arbeite seit ca. 3 Jahren als Redakteurin in Bereichen wie Politik und Sport. Sie können an theaktuellenews@hotmail.com schreiben, um mich zu erreichen.
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