Sonntag, Juni 26, 2022
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Mehr Einbürgerungen – vor allem von Menschen aus Syrien

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131.600 Menschen – so viele wurden im Jahr 2021 in Deutschland eingebürgert. Besonders viele von ihnen kamen aus Syrien – und konnten aufgrund besonderer Auflagen früher als sonst eingebürgert werden.

Rund 131.600 Ausländer wurden im vergangenen Jahr in Deutschland eingebürgert. Das waren rund 21.700 oder ein Fünftel mehr als im Vorjahr, wie das Statistische Bundesamt mitteilt. Der Anstieg war vor allem auf syrische Staatsangehörige zurückzuführen, deren Einbürgerungen sich im Jahr 2021 fast verdreifacht haben.

„Gut die Hälfte“ des allgemeinen Anstiegs geht auf eine hohe Zahl von Einbürgerungen von Syrern zurück. 19.100 syrische Staatsangehörige erhielten im Jahr 2021 die deutsche Staatsbürgerschaft. Das sind fast dreimal so viele wie im Jahr 2020. Das Statistische Bundesamt begründete die hohe Zahl der Einbürgerungen aus dieser Gruppe mit der Zuwanderung schutzsuchender Syrer in den Jahren 2014 bis 2016. Diese Menschen jetzt erfüllen zunehmend die Voraussetzungen für eine Einbürgerung.

Voraussetzung für die Einbürgerung sind ausreichende Sprachkenntnisse, ein gesicherter Lebensunterhalt und in der Regel ein Mindestaufenthalt von acht Jahren. Allerdings war die überwiegende Mehrheit der neu eingebürgerten Syrer noch keine acht Jahre im Land – laut Statistik waren es durchschnittlich 6,5 Jahre.

Von dieser Acht-Jahres-Regelung kann jedoch abgewichen werden, wenn Personen „besondere Integrationsleistungen“ erbringen – also zum Beispiel gut Deutsch sprechen, besonders gute schulische oder berufliche Leistungen erbringen oder sich gesellschaftlich engagieren. So steht es im Staatsangehörigkeitsgesetz. In diesen Fällen können auch Familienangehörige ohne Mindestaufenthaltsdauer von acht Jahren eingebürgert werden.

Das Statistische Bundesamt geht davon aus, dass die Zahl der Einbürgerungen syrischer Staatsangehöriger auch im Jahr 2022 steigen wird. Anfang 2021 lebten 105.000 syrische Staatsangehörige mit einem Aufenthalt von mindestens sechs Jahren in Deutschland. Anfang 2022 waren es mit 449.000 mehr als viermal so viele.

Die zweithäufigsten Personen wurden aus der Türkei eingebürgert. Es folgten rumänische, polnische und italienische Staatsangehörige.

Insgesamt nahmen Menschen 173 verschiedener Nationalitäten die deutsche Staatsbürgerschaft an. Jeder Vierte hatte zuvor den Pass eines EU-Mitgliedstaates.



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