Samstag, November 26, 2022
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Mehr Infizierte als je zuvor Corona-Rekordzahlen legen China lahm

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Seit Beginn der Pandemie geht China rigoros gegen Corona vor. Trotzdem gibt es so viele Neuinfizierte wie nie zuvor. Mit drastischen Folgen: 21 Millionen Pekinger sollen ihre Häuser nicht verlassen, ein Fünftel der Wirtschaft ist vom Lockdown betroffen.

In der Corona-Welle in China hat die Zahl der Neuinfektionen den höchsten Stand seit Ausbruch der Pandemie vor knapp drei Jahren erreicht. Wie die Gesundheitskommission in Peking mitteilte, wurden rund 32.700 neue Fälle gemeldet. Die Zahl der täglichen Neuinfektionen hat sich in zwei Wochen mehr als verdreifacht.

In Millionenstädten wie Peking, der schwer betroffenen südchinesischen Stadt Guangzhou oder in Chongqing gelten weitreichende Bewegungseinschränkungen. In der Hauptstadt wurden Restaurants, Geschäfte und Schulen geschlossen – nur Supermärkte und Märkte waren noch für den Lebensmitteleinkauf geöffnet. Beschäftigte müssen im Homeoffice arbeiten. Die 21 Millionen Pekinger wurden aufgefordert, ihre Häuser nach Möglichkeit nicht zu verlassen.

Die Auswirkungen auf die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt sind enorm: Experten des japanischen Finanzkonzerns Nomura schätzten, dass etwas mehr als ein Fünftel der chinesischen Wirtschaftsleistung vom Lockdown betroffen war – doppelt so viel wie im Oktober, wie die Finanzagentur Bloomberg berichtete. Der bisherige Höchststand an Neuinfektionen aus April war bereits am Vortag übertroffen worden. Damals wurde die ostchinesische Hafenmetropole Shanghai für zwei Monate in einen strikten Lockdown versetzt.

Während der Rest der Welt längst mit dem Virus lebt, hält China an seiner strikten Null-Covid-Strategie fest. Wohngebiete werden in Einzelfällen abgeriegelt. Kontaktpersonen kommen in Quarantänelager. Infizierte werden im Krankenhaus isoliert. Auch das Land hat sich lange abgeschottet. Visa werden nur selten ausgestellt. Einreisende müssen sich in speziellen Hotelzimmern mindestens fünf Tage – in der Regel aber acht Tage – in Quarantäne begeben.

Täglich gibt es Massentests, die die kommunalen Finanzen extrem belasten. Um in Supermärkte beispielsweise in Peking zu gelangen, muss ein negativer PCR-Test in der Regel der letzten 24 Stunden nachgewiesen werden. Andere Orte erfordern Tests der letzten 48 Stunden. An den Teststationen bilden sich täglich lange Schlangen. Die neuen Omicron-Varianten werden für die rasante Zunahme von Infektionen verantwortlich gemacht, die sich leichter ausbreiten und damit die Präventionsmaßnahmen in China unterlaufen.

Leo V.
Leo V.
Ich arbeite seit ca. 4 Jahren als Redakteurin in Bereichen wie Politik, Unterhaltung, Technik und Sport. Sie können an theaktuellenews@hotmail.com schreiben, um mich zu erreichen.
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