Sonntag, Mai 15, 2022
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Mehr Tote wegen "Fieber" in Nordkorea

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Das Coronavirus scheint sich in Nordkorea rasant auszubreiten. Inzwischen wurden mehr als 40 Todesfälle gemeldet. Das Wort Corona wird vermieden, es wird nur von einer Epidemie gesprochen.

In Nordkorea spitzt sich die Corona-Lage offenbar zu. Die staatlichen Medien melden neue Todesfälle, mittlerweile sollen mehr als 40 Menschen gestorben sein. Das nordkoreanische Staatsfernsehen veröffentlichte Bilder von Machthaber Kim Jong Un von einem seiner Dringlichkeitstreffen mit dem Politbüro.

Seit das Regime am Donnerstag seinen ersten offiziellen Corona-Fall bestätigte, befindet sich das ganze Land nach eigenen Angaben in einem Lockdown. Kim sprach daraufhin von großer Unruhe und appellierte an seine Anhänger, alles zu tun, um den Kampf zu gewinnen.

Berichten staatlicher Medien zufolge sollen derzeit fast 300.000 Menschen Fieber haben. Das Wort Corona wird vermieden, es wird nur von einer Epidemie gesprochen. Südkoreanische Medien führen dies auf einen Mangel an Testkits in Nordkorea zurück, wo niemand geimpft wurde, weil das Regime bisher jede Hilfe verweigert. Wie die Menschen vor allem außerhalb der Hauptstadt Pjöngjang medizinisch versorgt werden und ob es überhaupt Hilfe gibt, ist nicht bekannt.

Auf den veröffentlichten Fernsehbildern hörte Kim, meist rauchend, einem Beamten zu, der die neuesten Entwicklungen vorzustellen schien. Mal trug er eine Maske, mal nicht, zwischendurch telefonierte er auf einem Festnetztelefon.

Südkoreanische Medien veröffentlichten ein Foto von Desinfektionsmaßnahmen in Nordkorea. Kim hatte die Behörden zuvor gebeten, sich ein Beispiel an anderen Ländern zu nehmen, die das Virus erfolgreich gestoppt hätten – und China genannt.



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