Mittwoch, Oktober 20, 2021
StartNACHRICHTENMehrere Fälle im Zusammenhang mit dem Havana-Syndrom der US-Botschaft treten auch in...

Mehrere Fälle im Zusammenhang mit dem Havana-Syndrom der US-Botschaft treten auch in Kolumbien auf

- Anzeige -


Die ersten Fälle liegen in der US-Mission in Kuba herum und in der amerikanischen Botschaft in Bogotá sind zuletzt weitere Menschen erkrankt. Das Havanna-Syndrom bleibt ein Rätsel. Die US-Regierung hat jedoch eine Theorie, wer hinter den mutmaßlichen Funkwellenangriffen stecken könnte.

Auch in der US-Botschaft in der kolumbianischen Hauptstadt Bogotá sind Fälle des sogenannten Havanna-Syndroms aufgetreten. Der kolumbianische Präsident Ivan Duque bestätigte am Dienstag (Ortszeit) einen entsprechenden Bericht im Wall Street Journal. „Diese Situation ist uns natürlich bekannt, aber ich möchte es den US-Behörden überlassen, die ihre eigenen Ermittlungen durchführen, weil sie es mit eigenem Personal zu tun haben“, sagte er bei einem Besuch in New York.

Laut Wall Street Journal haben mindestens fünf Familien, die mit der Botschaft in Kolumbien in Verbindung stehen, Symptome der mysteriösen Krankheit entwickelt. Die US-Vertretung in Bogotá ist eine der größten der Welt. Dort sind neben professionellen Diplomaten und Mitarbeitern zahlreiche Geheimdienstagenten und Beamte der Drogenkontrollbehörde stationiert.

Die ersten Fälle des „Havanna-Syndroms“ tauchten 2016 unter Diplomaten in der kubanischen Hauptstadt auf. Dutzende kanadische und US-Diplomaten und ihre Familien in Kuba litten unter Gesundheitsproblemen wie Schläfrigkeit, Müdigkeit und Kopfschmerzen sowie Hör- und Sehstörungen. Die Sache kam erst ein Jahr später ans Licht, als der damalige US-Präsident Donald Trump als Reaktion auf die Vorfälle die meisten seiner Diplomaten aus Havanna entließ. Später kamen Fälle in China, Russland und den USA hinzu.

Im vergangenen Juli schrieb das Magazin The New Yorker über mehr als zwanzig Fälle in Wien. Das „Wall Street Journal“ berichtete kürzlich über Fälle bei US-Diplomaten in Deutschland. Laut einem Bericht der US-amerikanischen National Academy of Sciences ist „gezielte Energie aus Radiowellen“ die wahrscheinlichste Ursache für die Symptome. Dahinter könnte nach Angaben der USA Russland stehen.

US-Präsident Joe Biden hat am Freitag ein Gesetz unterzeichnet, um Opfer der mysteriösen Krankheit finanziell zu unterstützen. Das Gesetz von Havanna sieht eine finanzielle Entschädigung für Mitarbeiter des Außenministeriums und der CIA vor, die Hirnverletzungen erlitten haben.

ZUGEHÖRIGE ARTIKEL

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here

Anzeige

Am beliebtesten

Letzte Kommentare