Samstag, Dezember 10, 2022
StartNACHRICHTENMenschen mit Behinderungen im All Die ESA will erstmals Parastronauten einsetzen

Menschen mit Behinderungen im All Die ESA will erstmals Parastronauten einsetzen

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In Paris will die Europäische Weltraumorganisation ESA die künftigen Astronauten bekannt geben. Erstmals sollen Menschen mit einer körperlichen Behinderung zu sogenannten Parastronauten ausgebildet werden. Allerdings darf die neue Generation vorerst nicht zum Mond fliegen.

Welche Europäer werden als nächstes ins All fliegen? Die Europäische Weltraumorganisation (ESA) will in Paris die nächste Generation von Astronauten vorstellen. Das sind vier bis sechs zukünftige Astronauten, die aus rund 22.000 Bewerbern ausgewählt wurden. Sie folgen der aktuellen Generation nach, zu der auch der Deutsche Matthias Maurer gehört. Die zukünftigen Astronauten werden zunächst am Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt in Köln ausgebildet.

Sie sind zunächst für Aufenthalte in der Internationalen Raumstation ISS vorgesehen. Kommt es zu einem bemannten Flug zum Mond, kämen die bereits erfahrenen Astronauten der Vorgängergeneration zum Einsatz. Erstmals will die ESA auch einen oder mehrere „Parastronauten“ vorstellen: Menschen mit einer körperlichen Behinderung, die auf einen Flug ins All vorbereitet werden sollen. Zu diesem Zweck hat die ESA ihre bisher sehr strengen Kriterien geändert und Kandidaten zugelassen, denen ein Bein fehlt oder deren Beine Missbildungen aufweisen.

Auch das Budget für die Jahre 2023 bis 2025 soll auf einem Ministertreffen der ESA verabschiedet werden. Die Vertreter der 22 Mitgliedsstaaten sollen den Haushalt der Raumfahrtagentur von gut 18 Milliarden Euro für 2023 bis 2025 genehmigen, ein Viertel mehr als in den vergangenen drei Jahren. Davon sind drei Milliarden Euro für die Überwachung der Auswirkungen des Klimawandels und 3,3 Milliarden Euro für den Transport ins All, insbesondere für die Trägerrakete Ariane 6, vorgesehen. Auch die ESA veranschlagt drei Milliarden Euro für die Erforschung des Weltraums durch Roboter und Astronauten.

Wirtschaftsminister Robert Habeck nimmt für Deutschland teil und fordert mehr Nachhaltigkeit in der Raumfahrt und mehr europäische Souveränität. In der Raumfahrt steht Europa zunehmend im Wettbewerb mit den USA, China und privaten Investoren wie Elon Musks amerikanischem Unternehmen SpaceX. Der ursprünglich für 2020 geplante Start der Ariane 6 wurde kürzlich auf 2023 verschoben. „Wir müssen die Kommerzialisierung der Raumfahrt vorantreiben“, sagte ESA-Chef Josef Aschbacher zum Auftakt des Ministertreffens.

Deutschland, Frankreich und Italien bekräftigten, dass bei Investitionen in die Trägerraketen Ariane 6 und Vega-C kommerzielle Risiken berücksichtigt werden müssen. Sie schlugen vor, die Regeln zu ändern, um sicherzustellen, dass Länder, die stark investieren, ihrer heimischen Industrie zugute kommen würden. Gleichzeitig gaben sie grünes Licht für den Einsatz sogenannter Microlauncher, die künftig auch im Auftrag der ESA ins All fliegen sollen. Die drei Länder konkurrieren um die Entwicklung von Raketen, die kleinere Lasten in den Weltraum bringen können.

Leo V.
Leo V.
Ich arbeite seit ca. 4 Jahren als Redakteurin in Bereichen wie Politik, Unterhaltung, Technik und Sport. Sie können an theaktuellenews@hotmail.com schreiben, um mich zu erreichen.
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