Montag, November 29, 2021
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"Merkel stimmt zu" Lukaschenko fordert die Aufnahme von Migranten nach Deutschland

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Der weißrussische Machthaber Alexander Lukaschenko drängt darauf, dass die Bundesrepublik 2000 Menschen aufnimmt. Er verweist erneut auf ein angebliches Versprechen von Bundeskanzlerin Angela Merkel.

In der Krise tausender in Weißrussland gestrandeter Migranten rief der Machthaber Alexander Lukaschenko bei einem Besuch in der Notunterkunft in Deutschland erneut zur Aufnahme auf. „2.000 Menschen – das ist kein großes Problem für Deutschland“, sagte Lukaschenko am Freitag in Brusgi an der Grenze zu Polen. „Kanzlerin Merkel stimmt zu“, beteuerte er erneut. Eine ähnliche Aussage hatte Lukaschenko vor wenigen Tagen nach zwei Telefonaten mit Regierungschefin Angela Merkel (CDU) gemacht – danach gab es ein klares Dementi aus Berlin.

Die Menschen in der Notunterkunft in einer Logistikhalle wollten nach Deutschland zu ihren Familien und Angehörigen. „Bitte nehmen Sie diese Leute mit auf. Das ist keine große Belastung“, sagte Lukaschenko.

Die Chefin der Grünen und designierte Außenministerin Annalena Baerbock kritisierte am Freitag die Telefonate zwischen Merkel und Lukaschenko. Sie sollten sich „nicht von einem Diktator erpressen lassen“, sagte sie. Und: Merkel musste Lukaschenko nicht persönlich sprechen. Lesen Sie hier mehr darüber.

Tausende Migranten versuchen seit Wochen, von Weißrussland über die EU-Außengrenzen nach Polen oder Litauen zu gelangen. Die EU wirft dem autoritären Lukaschenko vor, gezielt Menschen aus Krisengebieten nach Minsk einfliegen zu lassen, um sie dann in die EU zu schmuggeln und die Lage dort zu destabilisieren.

Hunderte Menschen entschieden sich am Donnerstag und Freitag erneut für die Rückkehr in ihre Heimatländer, darunter Irak und Syrien. Wie der Flughafen in Minsk mitteilte, startete am Freitagabend um 2.45 Uhr (Ortszeit) ein weiteres Flugzeug nach Erbil im Irak.

Unterdessen versuchte nach Angaben der polnischen Grenzschutzbeamten eine Gruppe von rund 200 Migranten vergeblich, die Grenzbarrieren aus Weißrussland zu durchbrechen und in die EU einzureisen. Der Vorfall ereignete sich am Donnerstag in der Nähe der Stadt Czeremsza, teilte die Behörde am Freitag mit.

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