Montag, November 29, 2021
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Mietvertrag wohl gefälscht Nutzung auf Remmo-Clan-Grundstück in Berlin

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Gegen Mitglieder des Remmo-Clans wird regelmäßig wegen Gewalttaten und Eigentumsdelikten ermittelt. Nun soll es auch Urkundenfälschungen geben. Die Polizei ermittelt bereits wegen eines gefälschten Mietvertrags.

Die Polizei durchsuchte eine beschlagnahmte Villa des bekannten Remmo-Clans arabischer Herkunft in Berlin-Neukölln. 40 Polizisten haben am frühen Donnerstagmorgen im Berliner Stadtteil Buckow ihre Arbeit aufgenommen, wie eine Polizeisprecherin bestätigte. Zunächst gab es keine weiteren Informationen.

Laut einem Bericht des „Tagesspiegels“ soll es sich um Ermittlungen wegen eines angeblich gefälschten Mietvertrags handeln. Ein Sohn des Clanoberhauptes kaufte die denkmalgeschützte Villa und vermietete sie an seine Eltern. Dort leben nach Angaben des Landkreises 12 bis 14 Menschen.

Inzwischen ist der Landkreis Neukölln als zuständige Gemeinde Eigentümer der Villa. Er kündigte der Familie im Sommer unter Hinweis auf einen gefälschten Mietvertrag und gab der Familie mehrere Monate Zeit, um „Ersatzwohnraum“ zu finden. Die Familie ist nicht ausgezogen. Inzwischen hat der Bezirk eine Räumungsklage eingereicht.

Der angeblich gefälschte Mietvertrag soll für einen Nachbargarten gelten. Im Sommer ließ der Bezirk mit Hilfe der Polizei einen hohen Metallzaun neben der Villa errichten, weil die Familie das Gartengrundstück nutzte, auf das sie laut Behörden keinen Anspruch habe. Der gefälschte Vertrag wurde dann als „unüberwindbarer Bruch des Vertrauensverhältnisses zwischen Mieter und Vermieter“ gewertet – was letztlich zur Kündigung führte.

2018 beschlagnahmte die Staatsanwaltschaft 77 Liegenschaften aus dem Clanvermögen, darunter auch die Villa. Sie wurden laut Gerichtsurteilen nicht mit legalem Geld gekauft. Gegen Mitglieder des Remmo-Clans wird regelmäßig wegen Gewalttaten und Eigentumsdelikten ermittelt. Zuletzt wurden zwei Mitglieder wegen Diebstahls einer 100-Kilogramm-Goldmünze aus dem Bode-Museum verurteilt.

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