Donnerstag, Oktober 28, 2021
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Migrantengruppen wollten gewaltsam die Grenze zu Polen überqueren

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Nach Angaben des polnischen Grenzschutzes versuchten am Wochenende zwei Gruppen von Migranten mit insgesamt 220 Menschen gewaltsam die Grenze zwischen Polen und Weißrussland zu überschreiten. Insgesamt gab es in den letzten zwei Tagen über 2000 Versuche einer illegalen Überweisung.

EINAn der Grenze Polens zu Weißrussland versuchten nach Angaben des polnischen Grenzschutzes zwei große Gruppen von Migranten, gewaltsam in das EU-Land einzureisen. Demnach machten sich am Wochenende Gruppen von 90 und 130 Personen auf den Weg, um illegal polnisches Territorium zu betreten.

Dies sei nur durch das schnelle Eingreifen von Grenzschutzbeamten und Soldaten der polnischen Armee verhindert worden, sagte Grenzschutzsprecherin Anna Michalska am Montag in Warschau nach Angaben der Nachrichtenagentur PAP. Auf Twitter veröffentlichte die Behörde ein Video des Vorfalls.

Laut Michalska registrierten die polnischen Grenzschutzbeamten am Wochenende mehr als 2000 Versuche, die Grenze zu Weißrussland illegal zu überqueren. Allein am Samstag gab es eine Rekordzahl von über 700 Versuchen – so viele wie noch nie. Daher sollen mehr Soldaten an die Grenze geschickt werden, um sie zu unterstützen. „Wir stehen in Kontakt mit dem Verteidigungsministerium“, sagte Michalska. 2500 Soldaten sind derzeit an der Grenze im Einsatz

Die Regierung in Warschau wirft dem weißrussischen Machthaber Alexander Lukaschenko vor, Migranten aus Krisengebieten organisiert an die EU-Außengrenze zu bringen. Lukaschenko hatte Ende Mai angekündigt, Minsk werde Migranten nicht mehr daran hindern, weiter in die EU zu reisen – als Reaktion auf verschärfte westliche Sanktionen gegen die ehemalige Sowjetrepublik.

Polen begann daraufhin, den Grenzschutz zu verstärken und Hunderte Kilometer Grenzzäune zu bauen. Im Grenzgebiet zwischen Polen und Weißrussland sind in den vergangenen Wochen mehrere Menschen gestorben. Hilfsorganisationen werfen Warschau vor, Migranten illegal nach Weißrussland abzustoßen – sogenannte „Pushbacks“. Auf diese Weise verhindert Polen, dass Menschen im EU-Land Asyl beantragen. Die Vorwürfe lassen sich wegen des Ausnahmezustands an der Grenze kaum unabhängig verifizieren.

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