Mittwoch, September 28, 2022
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Militärexperte zum Krieg in der Ukraine: Gressel: Keine „große Offensive“ erkennbar

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Die Ukraine hat nach eigenen Angaben eine Gegenoffensive im Süden des Landes gestartet. Welche Möglichkeiten es gibt, erklärt Militärexperte Gressel im Live-Interview mit ZDFheute.

Nach dem Beginn einer mutmaßlich großangelegten ukrainischen Offensive im Süden des Landes hat sich das ukrainische Militär gesträubt, über die Lage zu berichten. Die russische Armee bestätigte das Vorrücken der ukrainischen Truppen, sprach aber von einer erfolgreichen Abwehr und hohen ukrainischen Verlusten.

Gustav Gressel Er ist Experte für Osteuropa und Russland beim European Council for Foreign Relations. Im Gespräch mit ZDFheute Live erklärt den Stand der erwähnten großen Offensive bei Cherson.

Sehen Sie sich das vollständige Interview im Video oben an oder lesen Sie die Auszüge hier. Was Gressel dazu sagt….

„Eine Großoffensive ist noch etwas verfrüht. Eine Großoffensive würde bedeuten, direkt auf Cherson zu marschieren und Kräfte zu sammeln, die den Russen eindeutig überlegen wären. Zumindest ist es noch nicht passiert.“

Die Ukrainer versuchen oder haben versucht, diese schlecht koordinierten Truppen am Montag erneut zu testen, haben starke Aufklärungstruppen geschickt, um zu testen, wie gut diese Streitkräfte tatsächlich eingesetzt sind, und scheinen Lücken oder schwache Kräfte gefunden zu haben. Dort wurden Entdeckungen gemacht, die nun verwertet werden.

Wie gesagt, ob das jetzt auf Cherson selbst passieren wird, oder ob hier nur eine begrenzte Anzahl von russischen Streitkräften ins Visier genommen wird, die schlecht, schwach sind, die in der Vergangenheit nicht sehr gut gekämpft haben, kann nicht definitiv beurteilt werden . Ich denke, es ist eher letzteres.“

„Kherson ist die Hauptstadt eines Gebiets, das die Russen annektieren wollen. Das bedeutet, dass es Vorbereitungen für ein Referendum gibt, es gibt Vorbereitungen für eine Missionsentscheidung. Das bedeutet, dass dieses Gebiet mit russischer Absicht in die Russische Föderation eingegliedert werden muss. Um dies zu verhindern, ist es jetzt natürlich auch Teil des Ukrainekrieges.

Die Streiks gegen russische Versorgungsleitungen erschweren das Leben und wir wissen auch, dass der Chef der russischen Militärverwaltung bereits nach Russland geflüchtet ist. Die politische Unsicherheit auf russischer Seite ist also enorm. (…) Wenn es den Ukrainern gelingt, Cherson einzunehmen, werden sie diese Annexionspläne verzögern.“

Aktuelle Nachrichten zum russischen Angriff auf die Ukraine finden Sie jederzeit in unserem Live-Blog:

Leo V.
Leo V.
Ich arbeite seit ca. 4 Jahren als Redakteurin in Bereichen wie Politik, Unterhaltung, Technik und Sport. Sie können an theaktuellenews@hotmail.com schreiben, um mich zu erreichen.
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