Samstag, September 24, 2022
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Mindestens 11 Tote bei Unruhen im Irak

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Der Rückzug des irakischen Schiitenführers al Sadr aus der Politik hat gewalttätige Proteste ausgelöst, bei denen mindestens elf Menschen ums Leben kamen und Hunderte verletzt wurden. Die UN-Mission im Irak sprach von einer „extrem gefährlichen Eskalation“.

Als Anhänger des Schiitenführers Muqtada al-Sadr den Regierungspalast in Bagdad angriffen, stieg die Zahl der Opfer auf elf. Bei Zusammenstößen mit Sicherheitskräften wurden mindestens 160 Menschen verletzt.

Irakische Streitkräfte feuerten Schüsse und Tränengas ab, um Demonstranten aus dem Regierungspalast zu vertreiben. Kurz vor dem Unwetter hatte der 48-jährige Geistliche seinen Rückzug aus der Politik angekündigt. Das Büro von Ministerpräsident Mustafa al-Kasimi befindet sich in dem Gebäude in einer eigentlich hochgesicherten Grünen Zone.

Augenzeugen zufolge kam es auch zu Feuergefechten zwischen Sadr-Anhängern und Anhängern einer rivalisierenden schiitischen Gruppe. Die Armee setzte Tränengas ein und verhängte eine landesweite Ausgangssperre.

Dies verschärft die politische Krise im Irak weiter, nachdem Demonstranten vor einem Monat in das Parlamentsgebäude eingebrochen waren. Zehn Monate nach den Parlamentswahlen können sich die Parteien immer noch nicht auf einen Präsidenten oder Regierungschef einigen, während das Land unter Wirtschaftskrise, Inflation und Korruption leidet.

Die Bewegung al-Sadrs ging zwar als klarer Wahlsieger hervor, verfehlte jedoch die für die Präsidentschaftswahl erforderliche wichtige Zweidrittelmehrheit. Dies führte zu einem politischen Patt.

Zum zweiten Mal nach 2014 hat al-Sadr seinen Rückzug aus der Politik angekündigt. Weniger als zwei Stunden nach der Ankündigung strömten Demonstranten in die Grüne Zone. Die Demonstranten entfernten Absperrungen und kletterten über Zäune. Sicherheitskräfte versuchten, die Menge mit Wasserwerfern zu zerstreuen.

Die UN-Mission im Irak (Unami) sprach von einer „extrem gefährlichen Eskalation“ und forderte die Demonstranten auf, das Regierungsviertel unverzüglich zu verlassen. „Das Überleben des Staates steht auf dem Spiel“, sagte die UN-Mission.

UN-Generalsekretär António Guterres forderte „Zurückhaltung“ und „alle relevanten Akteure“, um „sofortige Schritte zur Deeskalation der Situation“ zu unternehmen.



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Abgel T
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Ich arbeite seit ca. 3 Jahren als Redakteurin in Bereichen wie Politik und Sport. Sie können an theaktuellenews@hotmail.com schreiben, um mich zu erreichen.
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